Lübeck

AfD-Kreissprecher leugnet den Holocaust

Skandalöser Vortrag in Stockelsdorf (Schleswig-Holstein). Auf einer öffentlichen Veranstaltung hat Dirk Helms, Sprecher des Kreises Stormarn der Alternative für Deutschland (AfD), die NS-Verbrechen verharmlost.

Skandalöser Vortrag in Stockelsdorf (Schleswig-Holstein). Auf einer öffentlichen Veranstaltung hat Dirk Helms, Sprecher des Kreises Stormarn der Alternative für Deutschland (AfD), die NS-Verbrechen verharmlost.

Lübeck. Skandalöser Vortrag in Stockelsdorf (Schleswig-Holstein). Auf einer öffentlichen Veranstaltung hat Dirk Helms, Sprecher des Kreises Stormarn der Alternative für Deutschland (AfD), die NS-Verbrechen verharmlost.

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So hatte der 70-jährige Unternehmer behauptet, die Alliierten hätten die Gaskammern im KZ Dachau erst im Nachhinein gebaut, der Zweite Weltkrieg sei nicht von Hitler angezettelt worden und die heute stattfindende „Einnistung anderer Kulturen“ sei bedrohlich. Helms hatte zum Thema „Deutsche Selbstwahrnehmung“ gesprochen.

Nach heftigen Reaktionen in Schleswig-Holstein versuchte sich die AfD — die von sich behauptet, keine Neonazis in ihren Reihen zu dulden — am Montag in Schadensbegrenzung. „Wir möchten uns in aller Form bei den Opfern des Nationalsozialismus entschuldigen“, ließ etwa der AfD-Landesverband verlauten.

Zugleich wurde der umstrittene Referent verteidigt. Man habe „Herrn Dr. Helms als honorigen und integren Mitstreiter für die Sache“ der AfD kennengelernt.

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Helms erklärte schließlich noch am Montag seinen Rücktritt als AfD-Kreissprecher. AfD-Bundesvorsitzender Bernd Lucke kündigte ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn an.

„Dass die AfD sich mit solchen Leuten umgibt, demaskiert sie“, meinte SPD-Bundesvize Ralf Stegner.

OZ

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