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Rostock

GroKo: Auch Kokert verhandelt für MV

Der CDU-Landesvorsitzende Vincent Kokert (39) wird für seine Partei bei den Koalitionsgesprächen in Berlin in der Hauptverhandlungsgruppe sitzen.

Der CDU-Landesvorsitzende Vincent Kokert (39) wird für seine Partei bei den Koalitionsgesprächen in Berlin in der Hauptverhandlungsgruppe sitzen.

Rostock.Bei den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD zur Bildung einer neuen Bundesregierung wird MV stark vertreten sein: Neben Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die SPD-Bundesvize ist, wird auch CDU-Landeschef Vincent Kokert in der Hauptgruppe der Parteispitzen mit am Tisch sitzen. Kokert hält ein weiteres Entgegenkommen gegenüber der SPD für möglich.

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In den Koalitionsverhandlungen werde er sich vor allem für die Themen Bildung, Kommunen und ländlicher Raum einbringen, erklärt der 39-Jährige. Der Investitionsstau an Schulen auch in MV müsse dringend behoben werden.

Kampfansagen der CSU „deplatziert“

Sehr kritisch sehe er Verlautbarungen aus Bayern, etwa die von CSU-Landesgruppenschef Alexander Dobrindt, der der SPD-Spitze riet, ihren „Zwergenaufstand“ der Parteimitglieder gegen Koalitionsgespräche zu beenden. „Solche Störfeuer sind deplatziert“, so Kokert. Weitere Kampfansagen und Belehrungen der CSU in Richtung SPD würden sich verbieten.

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Die Union müsse nun mit der SPD ein Papier erarbeiten, das neue Ideen beinhalte. Über SPD-Forderungen wie ein Ende sachgrundloser Befristungen von Arbeitsverträgen, die nach den Sondierungen wieder aufkamen, „kann man reden“, so der CDU-Mann. Für ihn seien die Sondierungsergebnisse „Leitplanken“, noch kein festgezurrtes Ergebnis. „Auch wir haben noch Verhandlungsbedarf“, erklärte Kokert. Am Ende müsse ein Vertrag stehen, der neue Ideen für Deutschland beinhalte. Wer an einer Stelle seine Inhalte stärker durchsetzen wolle, müsse an anderer Stelle zurückstecken, betonte Kokert.

Kokert als „Gegengewicht“ zu Schwesig

Dass Kokert in die Hauptverhandlungsrunde zur GroKo-Bildung rutscht und mit den Chefs der Bundesparteien an einem Tisch sitzt, ist eine Überraschung. Eine Rolle dürfte sein bislang gutes Verhältnis zu Schwesig auf Landesebene sein. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wolle davon profitieren, ist zu hören. Kokert solle eine Art „Gegengewicht“ zu Schwesig sein.

Frank Pubantz

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