Umfrage

Teurer Urlaub in MV: So stark sind die Preise in Hotels und Restaurants gestiegen

In der Gastronomie in MV fehlt es überall an Personal. Nur ein Problem der Branche.

In der Gastronomie in MV fehlt es überall an Personal. Nur ein Problem der Branche.

Schwerin. Die Preise im MV-Tourismus sind gegenüber 2021 um durchschnittlich 11 Prozent gestiegen. Im Detail: in Herbergen um 11, bei Gastronomen um 15, bei Freizeitangeboten um 10, im Wassertourismus um 13 Prozent.

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Im Gegenzug haben Urlauber in diesem Jahr weniger Geld ausgegeben als früher. Das sagten 71 Prozent der Befragten.

Der Tourismusverband MV hat im ersten Halbjahr 2022 12,2 Millionen Urlauber registriert. Im Rekordjahr 2019 waren es 13,5, in den Corona-Jahren 2020/21 7,9 und 4,5 Millionen.

In einer Umfrage des Verbandes unter Hoteliers, Gastronomen und Tourismusanbietern (450 Teilnehmer) kam raus: 48 Prozent der Befragten schätzen die aktuelle wirtschaftliche Lage als noch sicher oder sogar sehr sicher ein, 38 Prozent bewerten diese neutral, 14 Prozent stufen ihren Betrieb als gefährdet oder akut gefährdet ein.

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Die Gästezufriedenheit sei weiterhin hoch: 78 Prozent der Befragten geben das an. Sieben Prozent sehen eine sinkende Zufriedenheit. Besonders hoch sei die Gästezufriedenheit mit 92 Prozent im Wassertourismus.

Das 9-Euro-Ticket im Zug- und Busverkehr hält eine Dreiviertelmehrheit der Betriebe für das eigene Geschäft für irrelevant. Achtzehn Prozent sehen den Einfluss des Tickets positiv, sechs Prozent negativ. Der TMV fordert deutlich besser ausgebaute Routen für Touristen.

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Jedes zweite Tourismus-Unternehmen hat zu wenig Personal. Arbeitskräftemangel sahen 49 Prozent der Befragten als großes Problem an, bei Herbergen waren es sogar 55 und bei Gastronomen 58 Prozent.

61 Prozent der touristischen Unternehmen sehen ihre wirtschaftliche Entwicklung durch steigende Energiekosten und weitere Preissteigerungen in Gefahr. Höhere Kosten bei Lieferanten beklagen 75 Prozent, jedes zweite Unternehmen Lieferengpässe. Um die Energiekrise zu meistern, erwägen 20 Prozent der Befragten vorübergehende Schließungen ihres Betriebes. 36 Prozent ziehen verkürzte Öffnungszeiten in Betracht, 29 Prozent wollen ihr Angebot reduzieren.

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Bei der Energieversorgung wollen 18 Prozent der Befragten von Gas auf eine andere Möglichkeit umsatteln, davon eine breite Mehrheit auf Solarstrom, 18 Prozent auf Heizöl und 14 Prozent auf Kohle.

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