Als Unterstützung im Krieg

TV-Moderator fordert: Russland soll Freiwillige aus aller Welt anfordern

Wladimir Solowjow, der Chefpropagandist des Kreml.

Wladimir Solowjow, der Chefpropagandist des Kreml.

Gegen ihn war der DDR-Hetzer Karl-Eduard von Schnitzler fast eine Art Gute-Laune-Bär: Wladimir Solowjow, der Chefpropagandist des Kreml. Dessen Sendungen „60 Minuten“ oder „Der Abend mit Wladimir Solowjow“ fahren zur besten Sendezeit stets sensationelle Einschaltquoten ein, er selbst wurde vor allem dadurch bekannt, dass er ukrainische Politiker als „banderitische Drecksäue“ verunglimpfte und vorschlug, ausländische Politiker bei Besuchen in Kiew abknallen zu lassen.

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Jetzt hat sich Putins Lautsprecher angesichts der enormen militärischen Probleme seines Landes und des Unvermögens, neue Kämpfer zu rekrutieren, mit Verweis auf frühere amerikanische Koalitionen erneut in Rage geredet: Er verstehe nicht, warum Russland nicht eine eigene Koalition auf die Beine stelle.

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Mit Kämpfern aus Syrien, Afrika, aus Venezuela, Nicaragua, Kuba, aus dem Iran und Nordkorea. Freiwillige, die in den Streitkräften der „DPR“, der „Donetsk People‘s Republic“, dem Separatistenkonstrukt also, kämpfen sollten.

Dann träumt er von „Internationalen Brigaden“, appelliert an „unsere serbischen Brüder“ und verweist auf den Kampf der Freiwilligen im Spanischen Bürgerkrieg 1936 gegen den Putschisten Franco und seine Unterstützer Hitler und Mussolini.

Mehr als 40 russische Lokalpolitiker fordern Putin-Rücktritt

Nach einem halben Jahr Krieg fordern Lokalpolitiker in Russland ihren Präsidenten mithilfe einer Petition zum Rücktritt auf.

Auf Twitter gab es jede Menge Spott für diese historischen Verirrungen, schließlich kämpften damals in Spanien Freiwillige aus der ganzen Welt für eine demokratisch legitimierten Regierung und gegen den Sieg der Tyrannei. Putin und Solowjow stehen also politisch Franco viel näher als den Verteidigern der damaligen Republik. Vorschlag eines Users: „Alle bösen Jungs der Welt zusammen – warum nicht auch noch die Taliban und der IS?“

Drohungen gegen Deutschland

Noch im Juni hatte Solowjow vorgeschlagen, ukrainische Soldaten, die in Deutschland ausgebildet würden, gleich hier auf deutschem Boden zu bekämpfen: „Wenn wir wissen, dass Nazis dort auf deutschem Boden Banderiten mit deutscher Militärtechnik ausbilden, warum sollen wir warten, bis sie an der Front erscheinen? Warum sollen wir sie nicht gerade da für ein legitimes Ziel halten?“

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RND/stu

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