Mehrtägiges Manöver

Russland testet seine Nuklearstreitkräfte – unter den Augen von Präsident Putin

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch Manöver seiner Atomstreitkräfte überwacht. (Symbolfoto)

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch Manöver seiner Atomstreitkräfte überwacht. (Symbolfoto)

Moskau. Mit dem Abschuss von Interkontinentalraketen hat Russland die Einsatzbereitschaft seiner strategischen Atomstreitkräfte getestet. Das mehrtägige Manöver war erwartet worden und löste deshalb trotz der internationalen Spannungen wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine keine Besorgnis bei westlichen Militärs aus. Es war bereits das zweite große Manöver dieser Art in diesem Jahr. Zuletzt hatte Russland am 19. Februar die Waffen getestet – kurz vor Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine am 24. Februar.

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+++ Alle Entwicklungen zum Krieg gegen die Ukraine im Liveblog +++

Im Zuge seines Krieges in der Ukraine hatte Präsident Wladimir Putin, der das Manöver selbst überwachte, die Atomwaffen als Warnung an die Nato, sich nicht einzumischen, auch in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Die Nato übt derzeit ebenfalls in dem Manöver „Steadfast Noon“ die Verteidigung des europäischen Bündnisgebiets mit Atomwaffen.

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Nach russischen Militärangaben schoss das Atom-U-Boot „Tula“ in der arktischen Barentssee am Mittwoch eine Interkontinentalrakete des Typs Sinewa auf ein Ziel auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka ab. Eine weitere Interkontinentalrakete wurde in Plessezk in Nordrussland gestartet. Die Ziele auf der Kamtschatka seien getroffen worden, hieß es. Außerdem seien zwei nuklear bestückbare Langstreckenbomber Tu-95 im Einsatz gewesen.

Manöver der Nuklearstreitkräfte finden regelmäßig statt

Russland übe damit einen atomaren Gegenschlag nach dem Nuklearangriff eines Feindes, berichtete Verteidigungsminister Sergej Schoigu dem russischen Präsidenten. Von Moskau war zuletzt bis in den UN-Sicherheitsrat vorgetragene Verdächtigungen vorgetragen worden, die Ukraine könnte den Einsatz einer sogenannten schmutzigen Bombe vorbereiten, die große Gebiete nuklear verseuchen könnte.

Selenskyj spricht acht Monate nach Kriegsbeginn von „Versagen“ Russlands

Acht Monate nach Beginn des russischen Angriffskrieges hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Moskau ein Versagen auf breiter Front attestiert.

Kiew und Nato haben das zurückgewiesen und als mögliche propagandistische Vorbereitung einer russischen Operation unter „falscher Flagge“ eingeordnet – den Einsatz einer solchen Waffe durch Russland, für den dann die Ukraine verantwortlich gemacht werden solle.

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Die russischen Manöver der Nuklearstreitkräfte finden regelmäßig im Oktober statt, 2021 waren sie aber ausgefallen. In diesem Jahr gelten die entsprechenden Warnhinweise an die internationale Luft- und Seefahrt noch bis zum Samstag.

RND/dpa/AP

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