Generatoren sollen helfen

Weitere Angriffe gegen Energie-Infrastruktur in Ukraine sorgen für Strom-Probleme

03.10.2022, Ukraine, Lyman: Ein Mann pumpt Wasser aus einem Brunnen vor einem zerstörten Haus in der kürzlich zurückeroberten Stadt Lyman in der Ukraine.

03.10.2022, Ukraine, Lyman: Ein Mann pumpt Wasser aus einem Brunnen vor einem zerstörten Haus in der kürzlich zurückeroberten Stadt Lyman in der Ukraine.

Kiew. Wenn kein Strom mehr da ist, wird das Leben plötzlich sehr viel schwerer. Es fehlt Licht, um im Dunkeln etwas zu erkennen. Es wird kalt, weil man für viele Heizungen Strom benötigt. Außerdem laufen Geräte wie Handys oder Tablets nicht, wenn sie nicht aufgeladen werden können.

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Die Menschen in der Ukraine erleben das gerade. Denn es gibt dort Engpässe bei der Energieversorgung. Am Donnerstag wurde vielen Menschen deshalb eine Zeit lang der Strom abgeschaltet. So soll tagsüber weniger oder eben kein Strom verbraucht werden. Vor dem Abschalten rief die Regierung die Menschen auf, etwa die Handys aufzuladen oder Taschenlampen bereitzulegen.

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Angriffe gegen Energie-Infrastruktur

Für die schlimme Lage der Menschen gibt es einen Grund. Das russische Militär hat bei neuen Angriffen auf die Ukraine nach eigenen Angaben einmal mehr die Energie-Infrastruktur und Stellungen der Armee beschossen. Die Energieanlagen seien mit Hochpräzisionswaffen aus der Luft angegriffen worden, teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Donnerstag in Moskau mit. Die Ukraine beklagt seit Tagen verstärkten Beschuss von russischer Seite in dem Krieg. Nach Angaben der Regierung in Kiew sind durch Raketen und Drohnen mittlerweile rund 40 Prozent der Energie-Infrastruktur beschädigt.

„Alle anvisierten Objekte wurden getroffen“, sagte Konaschenkow in einem Bericht zur Lage in dem Krieg. Angriffe gab es demnach in den Gebieten Charkiw, Donezk und Cherson. Viele Menschen in der Ukraine sind wegen der russischen Anschläge unter anderem auf Kraftwerke ohne Strom. Die Regierung in Kiew hatte zum Stromsparen aufgerufen.

Unterstützung aus anderen Ländern

Wer friert, im Dunkel sitzt oder nicht kochen kann, leidet. So will Russland den Druck auf die Menschen und die Regierung der Ukraine erhöhen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj aber schrieb: „Die Ukraine wird sich verteidigen, was immer der Feind plant oder tut.“

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Die Anlagen sollen so schnell es geht repariert werden. Zusätzlich sollen auch Generatoren helfen. Das sind Maschinen, mit denen man Strom gewinnen kann, etwa aus Diesel-Kraftstoff. Fällt irgendwo die normale Stromversorgung aus, kann zum Beispiel ein Generator aufgestellt werden, der die Menschen versorgt. Um solche Maschinen anzuschaffen, hofft die Ukraine auf Unterstützung aus anderen Ländern.

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In der EU ist die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine stark gestiegen.

Russischer Militärbericht

Dem Militärbericht Konaschenkows zufolge rückten die ukrainischen Streitkräfte im überwiegend von russischen Truppen kontrollierten Gebiet Cherson weiter vor. Bei russischen Panzerangriffen seien dem ukrainischen Militär schwere Schläge versetzt worden, die Einheiten Kiews hätten sich in der Folge aufgelöst, behauptete der russische Offizier. Die russischen Stellungen würden gehalten. Angaben aus den Kriegsgebieten sind nur schwer überprüfbar.

Die Ukraine führt seit Wochen eine Verteidigungsoffensive im Gebiet Cherson und hat dort bereits Dutzende Ortschaften befreit. Wegen des Vorrückens der ukrainischen Armee hatten die russischen Besatzer die Menschen in der Gebietshauptstadt Cherson zur Flucht aufgerufen. Die Lage in der von Russland bereits kurz nach Beginn des Kriegs vor rund acht Monaten eingenommenen Region gilt als extrem gespannt. Russland hatte die Gebiete Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja annektiert. Kein Land der Welt erkennt diese völkerrechtswidrige Annexion an. Am Mittwoch setzte Kremlchef Wladimir Putin das dort seit langem geltende Kriegsrecht nach russischem Gesetz in Kraft.

RND/dpa

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