„Wir werden uns verteidigen"

Selenskyj: Russland hat Offensive in der Ostukraine begonnen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Beginn der russischen Offensive in der Ostukraine gemeldet.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Beginn der russischen Offensive in der Ostukraine gemeldet.

Im Osten der Ukraine hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die erwartete Offensive der russischen Streitkräfte begonnen. Er teilte das am Montag in einer Videoansprache mit. „Wir können jetzt sagen, dass die russischen Truppen die Schlacht um den Donbass begonnen haben, auf die sie sich so lange vorbereitet haben“, sagte Selenskyj. Ein großer Teil des gesamten russischen Heeres sei an dieser Offensive beteiligt. „Egal wie viele russische Truppen dorthin gebracht wurden, wir werden kämpfen. Wir werden uns verteidigen. Wir werden das jeden Tag tun.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

+++ Alle News zum Krieg in der Ukraine in unserem Liveblog +++

Bereits zuvor am Tag hatte der ukrainische Generalstab über den Beginn der russischen Offensive im Osten des Nachbarlands berichtet. „Es werden Anzeichen des Beginns der Offensive in der Östlichen Operationszone festgestellt“, teilte der Generalstab am Montagabend in Kiew mit. Hervorgehoben wurden dabei die Gebiete Charkiw und Donezk. Von Isjum im Gebiet Charkiw aus werden demnach Vorstöße in Richtung Barwinkowe und Slowjansk im Donezker Gebiet erwartet.

Sorge vor russischer Großoffensive: Westen will Ukraine massiv aufrüsten

In Kürze wird mit einer russischen Großoffensive gerechnet. Die USA und die EU, darunter auch Deutschland, wollen die Ukraine daher massiv aufrüsten.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auch der Gouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, sprach von russischen Angriffen. „Gerade ist die Kontrolle über die Stadt Kreminna verloren gegangen. Es finden Straßenkämpfe statt.“ Es sei keine Evakuierung der Kleinstadt mehr möglich. „Jede Stunde verschlechtert sich die Situation.“ In Kreminna sollen von 18.000 Einwohnern vor dem Krieg noch etwa 4000 ausharren. Schwere Kämpfe gebe es auch um die Städte Rubischne und Popasna.

Der ukrainische Präsidentenberater Olexij Arestowytsch hatte zuvor schon über russische Vorstöße in Richtung Huljajpole im Gebiet Saporischschja im Südosten informiert. Rund 10.000 russische Soldaten sollen dabei im Einsatz sein. Der russische Angriffskrieg auf das Nachbarland dauert schon seit mehr als sieben Wochen.

Pentagon: Russland verstärkt Militär im Osten und Süden der Ukraine

Auch nach Einschätzung der US-Regierung verstärkt Russland seine Truppen im Osten und Süden der Ukraine deutlich. In den vergangenen Tagen seien mehr als zehn sogenannte taktische Kampfverbände dorthin verlegt worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, John Kirby, am Montag in Washington. Das russische Militär fliege zudem mehr Luftangriffe im Donbass und auf die Hafenstadt Mariupol.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Kirby sprach zugleich von „chronischen Schwierigkeiten“ der russischen Truppen in den Bereichen Logistik, Kommunikation, operative Manöver sowie in der Zusammenarbeit von Luft- und Bodentruppen. „Es bleibt abzuwarten, ob sie diese Probleme in den Griff bekommen haben und nun in der Lage sind, im Donbass effizienter zu agieren“, so der Pentagon-Sprecher.

RND/AP/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen