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Ukraine: Erneut schwere Sturmversuche russischer Streitkräfte auf Sjewjerodonezk

Ukrainische Panzer fahren in der Region Donezk im Osten der Ukraine eine Straße entlang.

Ukrainische Panzer fahren in der Region Donezk im Osten der Ukraine eine Straße entlang.

Kiew. Im Osten der Ukraine gehen die Kämpfe um die frühere Großstadt Sjewjerodonezk in die entscheidende Phase. Der Feind führe „im Raum Sjewjerodonezk Sturmaktivitäten im Bereich der Ortschaften Sjewjerodonezk und Toschkiwka durch, die Kampfhandlungen halten an“, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht am Dienstag mit.

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Weitere russische Bodenangriffe werden aus dem etwas weiter westlich gelegenen Raum Bachmut gemeldet. Dort hätten die Russen die Ortschaften Solote, Komyschuwacha, Berestowe, Pokrowske und Dolomitne angegriffen. Im Lagebericht heißt es zwar, die Attacken seien erfolglos verlaufen, gleichzeitig jedoch, dass sie fortgesetzt würden. Die Angriffe rund um Bachmut bezwecken offenbar, den letzten von der Ukraine gehaltenen Ballungsraum in der Region Luhansk, Sjewjerodonezk - Lyssytschansk, abzuschneiden und so die dort stationierten Truppen aufzureiben.

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„Für die Russen wäre die Einnahme von Sjewjerodonezk ein großer operativer Erfolg, da die Eroberung des gesamten Donbass damit ein großes Stück näher rückt“, so die Einschätzung von Georg Löfflmann, Assistant Professor für War Studies an der University of Warwick.

Im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte er: „Symbolisch ist die Eroberung bedeutend, um den Eindruck militärischer Unfähigkeit zu korrigieren und zu zeigen, dass man in der Ukraine gewinnen kann.“ Für die Ukraine sei dies dagegen ein herber Rückschlag.

Große Schäden in Sjewjerodonezk: Schwere Kämpfe im Donbass halten an

Ukrainische Truppen versuchen, den Vormarsch russischer Streitkräfte in strategisch wichtigen Regionen im Osten des Landes aufzuhalten.

Mit der Fokussierung auf die kleine Front im Donbass erklärt Oberst a.D. Wolfgang Richter von der Stiftung Wissenschaft und Politik auch die russischen Erfolge in der Region. „Derzeit haben die russischen Streitkräfte durch die Konzentration ihrer Truppen im Donbass viele Kräfte und große Feuerkraft zur Verfügung.“

An anderen Frontabschnitten verlief die Nacht ruhiger. So meldet der ukrainische Generalstab im Raum Slowjansk, der als Zentrum der kiewtreuen Truppen im Donbass gilt, nur vereinzelte Gefechte. Der russische Angriff auf die Ortschaft Dowgenke sei abgewehrt worden. Auch beim Versuch, aus der jüngst vom russischen Militär eroberten Kleinstadt Lyman heraus neue Angriffsrouten zu erkunden, habe der Feind Verluste erlitten und sich zurückgezogen. Unabhängig sind die Angaben nicht zu überprüfen.

RND/dpa/scs

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