So blickt die Welt auf die Bundestagswahl

Auf Angela Merkel ruhte am Sonntag auch der Blick der internationalen Presse.

Auf Angela Merkel ruhte am Sonntag auch der Blick der internationalen Presse.

Hannover. Mit Bestürzung haben die internationalen Medien den Sieg der AfD zur Kenntnis genommen.

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Le Monde (Frankreich): "Bundestagswahlen in Deutschland – Zittersieg für Angela Merkel"

El Mundo (Spanien): "Angela Merkel setzt sich bei deutschen Wahlen durch – Ultrarechte stürmt als drittstärkste Kraft ins Parlament"

Neue Zürcher Zeitung (Schweiz): "Wahlerfolg der AfD: Ein wilder Haufen zieht in den Bundestag"

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New York Times (USA): "Merkel holt weiteren Wahlsieg, Rechte halten Einzug ins Parlament"

De Volkskrant (Niederlande): "Merkel am stärksten, Demos gegen AfD - nach Meinung der Grünen sind die ,Nazis zurück' im Parlament"

Jerusalem Post (Israel): "Merkel auf Kurs Richtung vierte Amtszeit – äußerste Rechte mit historischen Gewinnen"

Guardian (Großbritannien): "Es bringt in Deutschlands föderale Politik ein Element von Gift und Polarisierung, das jedem, der einer liberalen Demokratie anhängt, nur zu denken geben muss."

Die Stimmen hierzulande wussten das Wahlergebnis angesichts des jüngsten Rechtsrucks auf der Welt differenzierter einzuordnen. Dennoch waren auch besorgniserregte Stimmen ob des Ergebnisses zu vernehmen.

Die Zeit: "Ein Umbruch sieht anders aus. Man vergleiche dieses Wahlergebnis bloß mit den jüngsten Wahlen in den USA, Frankreich, Polen oder England. Die Wahlkämpfe unserer Nachbarn und Verbündeten waren von harten ideologischen Konflikten geprägt und hatten meist den Austausch der politischen Elite zur Folge. Verglichen damit ist Deutschland ein Hort der Stabilität."

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Rheinische Post: "Der 24. September 2017 markiert das vorläufige Enddatum einer wohltemperierten, konsensgeprägten Nachkriegs-Republik. Das Land rückt nach rechts. Mit unüberhörbarem Lärm und mehr als 80 Abgeordneten zieht eine Partei in den Bundestag ein, die sich als Anti-Establishment profilierte, dabei Ressentiments gegen Fremde schürte und den Konsens der Demokraten umdefinieren möchte, dass die Erinnerung an den Holocaust nur eine der Scham und der Verantwortung für ein "Nie wieder" sein kann. Traurig!"

Süddeutsche Zeitung: "Für die SPD und vor allem für die CDU gibt es am Sonntagabend nur eine einzige gute Nachricht, nur ein einziges Lichtlein: In drei Monaten ist Weihnachten. SPD und CDU sind die großen Verlierer der Wahl. Für die CSU vor allem ist das Wahlergebnis in Bayern ein Debakel. Die Partei wurde enteiert, sie wurde düpiert, die Partei hat ihren Stolz verloren. In der SPD hat Martin Schulz es nicht geschafft, den Sog für die SPD nach unten zu stoppen., Richtigerweise hat deswegen Martin Schulz sogleich erklärt, dass die SPD in die Opposition gehen wird. (...) Das ist überlebenswichtig."

Sehen und lesen Sie hier den Kommentar unseres RND-Chefredakteurs Wolfgang Büchner zur Bundestagswahl.

Von RND/dpa

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