Spahn über Corona: “Erfahrung wird uns neu zusammenschweißen”

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) muss in Zeiten der Corona-Krise zurückstecken.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) muss in Zeiten der Corona-Krise zurückstecken.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist wegen des Coronavirus seit Tagen im Dauereinsatz. Als Krisenmanager informiert der CDU-Mann die Öffentlichkeit beinahe täglich über die neuesten Entwicklungen in der Corona-Krise.

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Ob im Austausch mit Spitzenforschern wie Christian Drosten, dem Chef der Virologie an der Berliner Charité, oder Lothar Wieler, dem Präsident des Robert Koch-Instituts, bei Talkshows wie Maybrit Illner, im Krisenstab mit Innenminister Seehofer oder auf Pressekonferenzen – Minister Spahn ist seit Beginn der Corona-Krise in den Medien omnipräsent. Wichtig sei, es dem Virus schwer zu machen, dafür zu sorgen, dass es sich langsam verbreite, betont Spahn ununterbrochen. Regelmäßig appelliert er an die deutsche Bevölkerung, fordert sie auf, gemeinsam an der Bekämpfung des Virus zu arbeiten.

Nun verriet der Bundesgesundheitsminister in einem Interview mit dem Magazin “Bunte”, dass auch er in Zeiten der Corona-Krise zurückstecken müsse. “Im Mai werde ich 40 Jahre alt. Die Party habe ich abgesagt”, so Spahn. Es hätte kein Weg daran vorbeigeführt: “Wir müssen alle mithelfen, dass unser Gesundheitswesen diese Herausforderungen meistert.”

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“Das Virus kann jeden treffen”

Die Frage, ob auch er Hamsterkäufe tätige, verneinte Spahn. Er habe lediglich einen gewissen Vorrat zu Hause, denn das sei “ja immer sinnvoll”. Spahn erklärte weiter: “Wie überall kommt es auch hier auf das richtige Maß an. Ich nehme mir mehr, als ich brauche – das darf nicht unser Motto sein.”

Der Politiker betonte, dass in Zeiten von Corona Rücksicht oberste Priorität habe: “Das Virus kann jeden treffen. Deshalb sollten wir aufeinander aufpassen. Ich bin sicher: Wenn wir alle mithelfen, zusammenhalten und einander vertrauen, dann werden wir diese Krise bewältigen. Und diese Erfahrung wird uns neu zusammenschweißen. Als Gesellschaft, als Nation, als Menschen”, so Spahn.

Vizekanzler Scholz: Politikern geht es wie vielen Bürgern auch

Auch Vizekanzlers Olaf Scholz (SPD) betont, die Bundesregierung sei ebenso von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betroffen wie viele Bürgerinnen und Bürger. “Auch uns Politikern ist angesichts dieser Krise manchmal mulmig zumute, genau wie vielen Bürgerinnen und Bürgern”, sagte der Bundesfinanzminister der Wochenzeitung “Die Zeit” am Donnerstag. Man spüre die Ernsthaftigkeit der Lage.

Zwar gebe es nun für die Kabinettsmitglieder mehr Videoschalten und Telefonkonferenzen als in den Tagen vor der Ausbreitung des Coronavirus. "Aber persönliche Treffen lassen sich nicht vermeiden, wenn man gut miteinander regieren will", sagte Scholz. Auf eine übliche Geste werde dabei aber verzichtet. "Das Händeschütteln gewöhnen wir uns gerade alle ab", sagte er.

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Scholz war zu Zeiten der Finanzkrise Arbeitsminister. Diese sei jedoch menschengemacht gewesen, sagte er. Die Virus sei eine globale Bedrohung. "Wenn ich mir was wünschen könnte, dann, dass diese Krise dazu beiträgt, dass wir uns als eine Menschheit begreifen", sagte Scholz.

RND/epd/ms

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