Südkorea und USA starten größtes Luftmanöver

Ein F-22 Raptor der U.S. Air Force startet am 4. Dezember 2017 in Gwangju von einer südkoreanischen Militärbasis.

Ein F-22 Raptor der U.S. Air Force startet am 4. Dezember 2017 in Gwangju von einer südkoreanischen Militärbasis.

Seoul. Das südkoreanische und das US-amerikanische Militär haben am Montag ihre bislang größte Luftwaffenübung gestartet. Fünf Tage lang sollen laut Militärangaben mehr als 230 Kampfflugzeuge über dem Pazifik fliegen. An dem aufwendigen Manöver „Vigilant Ace“ (wachsames Ass) seien 12.000 Soldaten beteiligt. Die gemeinsame Übung soll die „Bereitschaft“ der beiden verbündeten Länder stärken. Laut bisher unbestätigten südkoreanischen Medienberichten könnten neben den zwei Dutzend F-35-Tarnkappen-Jets auch US-Langstreckenbomber des Typs B-1B teilnehmen.

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Im November des vergangenen Jahres hatten rund 16.000 Soldaten und mehr als 200 Flugzeuge an der jedes Jahr stattfindenden Übung teilgenommen. Vor einer Woche hatte Nordkorea eine weitere Interkontinentalrakete gestartet, der Test war international scharf kritisiert worden. Das Regime in Pjöngjang erklärte kurz danach, es könne jetzt das gesamte Festland der USA mit Atomsprengköpfen angreifen. Am Sonntag sagte der führende republikanische Senator Lindsey Graham, die US-Armee solle zum Militär gehörige Familien aus Südkorea holen, da die Eskalaktion des Nordkorea-Konflikt näher komme.

Das nordkoreanische Komitee für die Friedliche Wiedervereinigung des Landes warf den USA und Südkorea am Sonntag vor, mit dem gemeinsamen Luftmanöver Nordkorea „komplett zerstören“ zu wollen. Nordkoreas Außenministerium hatte am Samstag die US-Regierung beschuldigt, „um einen Atomkrieg zu betteln“. Pjöngjang wirft den USA regelmäßig vor, durch ihre Militärmanöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten.

Von RND/dpa

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