Trittin wirft FDP Klimapolitik à la Trump vor

„Diesen Sonderweg à la Trump dürfen wir nicht mitgehen“: Jürgen Trittin.

„Diesen Sonderweg à la Trump dürfen wir nicht mitgehen“: Jürgen Trittin.

Berlin. Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin wirft der FDP vor, in der Klimapolitik dem Beispiel von US-Präsident Donald Trump nachzueifern. „Der FDP-Vorschlag, den Klimaschutz auf 2050 zu vertagen, läuft auf das Gleiche raus, was Donald Trump tat: Es ist der Abschied von den Klimazielen von Paris“, sagte Trittin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Diesen Sonderweg à la Trump dürfen wir nicht mitgehen“, warnte Trittin, der in den Sondierungen mit Union und FDP für die Grünen mitverhandelt. „Ein Infragestellen der eigenen Klimaschutzziele gefährdet den gemeinsamen internationalen Kampf gegen die Klimakrise.“

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Die FDP hatte am Montag dafür plädiert, die deutschen Klimaschutzbemühungen zu verlangsamen. „Wir haben da ja vorgeschlagen, (...) uns mehr Zeit zu lassen, um Klimaziele zu erreichen. 2050 ist ja auch das Datum, um das es da eigentlich geht“, sagte Fraktionsvize Katja Suding vor einer Sitzung des FDP-Präsidiums in Berlin.

Von der am Montag in Bonn begonnenen Weltklimakonferenz erhofft sich Trittin eine positive Wirkung für die Sondierungsgespräche. „Auf der Klimakonferenz wird in Bonn an der Zukunft unseres Planeten gearbeitet. Dafür müssen die Hauptverursacher der Klimakrise endlich liefern“, sagte Trittin. Deutschland müsse mehr für den Klimaschutz tun als der Rest Europas. „Deutschland hat mit seinen neun Tonnen CO2 pro Einwohner im Jahr ein echtes Problem. Deutsche emittieren gut 50 Prozent mehr Treibhausgase als der Durchschnitt in der Europäischen Union von sechs Tonnen“, sagte Trittin im Gespräch mit dem RND. „Deshalb sind die Klimaziele 2020 und 2030 - die CDU, SPD und FDP seit zehn Jahren international verbindlich zugesagt haben - das Mindeste, um den deutschen Beitrag für eine Begrenzung der Klimakrise unter zwei Grad zu leisten“, betonte der Grünen-Politiker.

Von Marina Kormbaki / RND

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