Trotz hoher Zahlen: Moskau beendet Corona-Lockdown schon nach wenigen Tagen

Im Moskauer City Clinical Hospital No 15 werden zahlreiche COVID-19-Patienten behandelt.

Im Moskauer City Clinical Hospital No 15 werden zahlreiche COVID-19-Patienten behandelt.

Moskau. Ungeachtet hoher Corona-Fallzahlen beendet Russlands Hauptstadt Moskau nach nur anderthalb Wochen einen Teil-Lockdown. In den Krankenhäusern und anderswo habe sich die Lage stabilisiert, sagte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Mittwoch nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax.

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„Das erlaubt die Schlussfolgerung, dass die arbeitsfreien Tage von Montag an nicht verlängert werden.“ Aufgrund der dramatischen Lage hatte Präsident Wladimir Putin dem ganzen Land eine arbeitsfreie Woche verordnet.

Corona in Russland: Moskau besonders betroffen

Besonders stark betroffene Regionen wie Moskau führten parallel weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens ein. In Europas größter Metropole mit mehr als zwölf Millionen Einwohnern sind seit vergangenem Donnerstag bis auf wenige Ausnahmen nur noch Supermärkte und Apotheken geöffnet. Sobjanin erklärte, dass die Einschränkungen, die vor dem Teil-Lockdown galten, weiter in Kraft bleiben sollten: So müssen etwa Besucher von Theatern und Museen einen QR-Code vorzeigen, der belegt, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind.

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Moskaus Behörden registrierten am Mittwoch mehr als 6800 Neuinfektionen und 95 Tote binnen eines Tages. Experten gehen davon aus, dass die Zahlen in Wirklichkeit noch deutlich höher sind. Russlandweit wurden im selben Zeitraum mehr als 40 400 Infektionen gezählt. Zudem starben innerhalb von 24 Stunden 1189 Menschen mit dem Virus - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

Andere Regionen - darunter Tscheljabinsk am Ural - verlängerten die arbeitsfreien Tage um eine weitere Woche. Gegen die Maßnahme gibt es immer wieder Kritik von Wirtschaftsvertretern, die beklagen, dass die Krise auf ihrem Rücken ausgetragen werde. So gibt es die Anordnung, dass Arbeitgeber während der arbeitsfreien Zeit den Lohn weiterzahlen müssen. Vor allem kleine Unternehmen können das oft kaum leisten.

RND/dpa

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