„Der Feind ist heimtückisch und rücksichtslos“

Trotz Offensive im Osten der Ukraine: Kiew und Lwiw sind wieder unter Beschuss

Ein ukrainischer Freiwilliger füllt eine Feldküche am Hauptbahnhof in Lwiw (Lemberg) mit Wasser, während der russischen Invasion. Ukrainische Medien berichteten in der Nacht über Explosionen in den Gebieten Lwiw (Lemberg) im Westen und Dnipropetrowsk im Südosten des Landes.

Ein ukrainischer Freiwilliger füllt eine Feldküche am Hauptbahnhof in Lwiw (Lemberg) mit Wasser, während der russischen Invasion. Ukrainische Medien berichteten in der Nacht über Explosionen in den Gebieten Lwiw (Lemberg) im Westen und Dnipropetrowsk im Südosten des Landes.

Eigentlich hatte sich Russland in seinem Angriffskrieg weitestgehend in den Osten der Ukraine zurückgezogen und angekündigt, sich auf diese Gebiete zu konzentrieren. Nun nimmt es auch wieder Ziele im Westen des Landes unter Beschuss. Die Hauptstadt Kiew sowie die Stadt Lwiw (Lemberg) wurden mit Raken angegriffen. Das bestätigten sowohl das Verteidigungsministerium in Moskau als auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

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In Kiew sei am Samstagmorgen der Stadtbezirk Darnyzkie beschossen worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko in einer Botschaft über seinen Telegram-Kanal mit. Es habe Explosionen gegeben. Später berichtete er von den Opfern: „Infolge des morgendlichen Raketenangriffs wurde im Bezirk Darnytskyi eine Person getötet und mehrere Verletzte wurden ins Krankenhaus eingeliefert.“

„Unsere Luftverteidigungskräfte tun alles, um uns zu schützen, aber der Feind ist heimtückisch und rücksichtslos“, fuhr er fort. Über dem Osten der Hauptstadt war dichter Qualm zu sehen.

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Angriff auch in Lwiw

Auch aus Lwiw wurden russische Luftangriffe gemeldet. Kampfflugzeuge seien in Belarus gestartet und hätten Raketen auf die Stadt abgefeuert, teilte Gouverneur Maksym Kosyzkyj auf Telegram mit. Er berichtete von zwei Fliegeralarmen in der Nacht zu Samstag. Über möglich Opfer teilte er nichts mit. „Unsere Luftverteidigungskräfte haben hervorragend gearbeitet“, ergänzte Kosyzkyj.

Dabei verwies er auf die Angaben des ukrainischen Militärs. Es habe vier Marschflugkörper in Lwiw abgeschossen, teilte er auf Facebook mit.

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Lwiw ist ein Zufluchtsort vieler Menschen, die weiter östlich in der Ukraine leben. Laut den neuesten Angaben des Bürgermeisters Kosyzkyj haben sich mittlerweile 316.000 Menschen dort angesiedelt. Doch die meisten Flüchtenden reisen von Lwiw weiter Richtung Polen. Über 1,6 Millionen Menschen hätten seit Kriegsbeginn über die Grenzregion Lwiw das Land verlassen, so Kosyzkyj.

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Doch es kommen auch viele zurück. So verließen laut dem Bürgermeister am Freitag 38.000 Menschen die Ukraine und im gleichen Zeitraum kehrten 32.000 Bürgerinnen und Bürger zurück.

Klitschko warnt vor Rückkehr

Vitali Klitschko hat deswegen geflohene Einwohnerinnen und Einwohner vor einer Rückkehr nach Kiew gewarnt. Dort sei es noch nicht sicher. „Diejenigen Kiewer, die abgereist sind und bereits in die Hauptstadt zurückkehren wollen, bitte ich, dies zu unterlassen und an sichereren Orten zu bleiben“, schrieb er ebenfalls auf Telegram.

„Es ist kein Geheimnis, dass einer der russischen Generäle kürzlich erklärte, er sei bereit für Raketenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt. Und wie wir sehen, führen sie einen solchen Beschuss durch“, fügt er hinzu.

Russland hatte neue Attacken angekündigt

Russland hatte zuvor mit verstärkten Attacken der Ukraine gedroht. „Die Zahl und das Ausmaß von Raketenangriffen auf Ziele in Kiew wird erhöht als Antwort auf jedwede terroristische Attacke des nationalistischen Kiewer Regimes oder Ablenkungsmanöver auf russischem Gebiet“, sagte ein Sprecher des Moskauer Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. So habe Russland nach eigenen Angaben mit Raketen eine Fabrik für Raketensysteme zerstört. Der Hersteller Ukroboronprom teilte mit, einer seiner Betriebe im Werk Wisar nahe dem Flughafen Schuliany sei getroffen worden.

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Russland hat der Ukraine vorgeworfen, in der russischen Region Brjansk etwa 100 Wohnhäuser beschädigt zu haben. Die ukrainische Regierung hat dies nicht bestätigt. Die Berichte konnten nicht unabhängig geprüft werden.

RND/sf/AP

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