Trump rudert in Sachen Hacker etwas zurück

Weiterhin skeptisch in Sachen Hacker: der designierte US-Präsident Donald Trump.

Weiterhin skeptisch in Sachen Hacker: der designierte US-Präsident Donald Trump.

New York. Trump gestand nach dem Treffen ein, es sei möglich, dass russische Hacker amerikanische Ziele angegriffen haben könnten, unter anderen auch die Demokratische Partei. Allerdings geht er weiter nicht davon aus, dass die Hackerangriffe während des Wahlkampfes Auswirkungen auf das Ergebnis der Abstimmung hatten. Das erklärte der Republikaner am Freitag, nachdem er mit dem nationalen Geheimdienstdirektor James Clapper, CIA-Direktor John Brennan und FBI-Chef James Comey gesprochen hatte. Trump ließ offen, ob er die Einschätzung der Dienste teilt, dass die russische Regierung hinter den Angriffen stehe.

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Geheimdienste: Putin ordnete Hacker-Angriffe an

Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Einschätzung der US-Geheimdienste eine Kampagne angeordnet, um den Ausgang der amerikanischen Präsidentschaftswahl zu beeinflussen. Zu dieser Einschätzung kommen CIA, FBI und NSA in einem Bericht, der am Freitag veröffentlicht wurde. Trump hatte die Darstellung wiederholt angezweifelt. Der Kreml bestreitet die Vorwürfe. Noch am Freitag sollte ein Bericht der Geheimdienste über die Hackerangriffe veröffentlicht werden.

Trump erklärte, dass es auch Angriffe auf den Parteivorstand der Republikaner gegeben habe. Diese seien jedoch nicht erfolgreich gewesen. Die Geheimdienste sollen laut Medienberichten dagegen zu dem Schluss gekommen sein, dass die Hacker auch bei den Konservativen Dokumente erbeuteten, sie aber nicht an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergaben.

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Trump will Expertenteam gegen Hacker etablieren

Trump will ein Team beauftragen, das ihm 90 Tage nach Amtsantritt einen Plan zur Abwehr von Hackerattacken vorlegen soll. „Egal ob es gegen unsere Regierung, Organisationen, Verbände oder Unternehmen geht, wir müssen Cyberangriffe aggressiv bekämpfen“, erklärte er.

In einem Interview der „New York Times“ sagte er am Freitag, dass er die Diskussion über die Angriffe für politisch motiviert halte. China habe vor relativ kurzer Zeit Daten von 20 Millionen Regierungsbeamten gehackt, sagte Trump. „Wie kommt es, dass da niemand drüber redet? Das ist eine politische Hexenjagd.“ Er bezog sich dabei auf eine China zugeschriebene Hacker-Attacke auf die US-Bundespersonalbehörde OPM in den Jahren 2014 und 2015.

Trump erklärte, die Demokraten führten die Debatte über die Angriffe, um von ihrer Niederlage abzulenken. „Sie wurden bei der Wahl klar besiegt. Ich habe mehr Bezirke gewonnen als Ronald Reagan“, sagte er. „Das ist ihnen sehr peinlich. Zu einem gewissen Grad ist es eine Hexenjagd. Sie fokussieren sich da drauf.“

Trump jetzt auch offiziell Wahlsieger

Unterdessen hat der Kongress knapp zwei Monate nach der Präsidentschaftswahl in den USA den Wahlsieg von Trump offiziell bestätigt. In einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Repräsentantenhaus in Washington wurde bekannt gegeben, dass der 70-Jährige 304 Wahlleute auf sich vereinigen konnte. Für die Demokratin Hillary Clinton stimmten 227 Wahlleute.

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Von RND/dpa

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