Trump will noch über 100 Begnadigungen aussprechen – auch Kapitol-Stürmer hoffen

Jake Angeli, der als Qanon-Schamane bekannt geworden ist, gilt als einer der Rädelsführer des Sturms auf das Kapitol. Er hatte sich dem FBI gestellt und bittet nun den noch amtierenden Präsidenten Donald Trump um seine Begnadigung.

Jake Angeli, der als Qanon-Schamane bekannt geworden ist, gilt als einer der Rädelsführer des Sturms auf das Kapitol. Er hatte sich dem FBI gestellt und bittet nun den noch amtierenden Präsidenten Donald Trump um seine Begnadigung.

Washington. Der abgewählte US-Präsident Donald Trump will noch rund 100 Begnadigungen von Straftätern aussprechen. Das berichtet der Nachrichtensender CNN. Nun machen sich auch einige der Randalierer vom Sturm auf das Kapitol Hoffnungen, darunter zu sein.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Am Sonntag habe es ein letztes Treffen im Weißen Haus gegeben, um die Liste der Begnadigungen zu finalisieren, berichtet CNN. Ob und wer begnadigt werden soll, ist aber unklar.

Qanon-Schamane bittet um Begnadigung

Zu den Kriminellen, die auf solch eine Begnadigung hoffen, zählt auch der als Qanon-Schamane bekannt gewordene Jacon Chansley, berichtet das Nachrichtenportal „Business Insider“. Chansely, der auch unter dem Namen Jake Angeli bekannt ist, hatte sich nach der Erstürmung des Kapitols freiwillig dem FBI gestellt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Während der Anwalt des 33-Jährigen behauptet, dieser sei als „friedlicher Demonstrant“ dem Aufruf seines Präsidenten gefolgt, gehen die Behörden davon aus, dass er einer der Rädelsführer der Unruhen ist.

Am 6. Januar hatten Tausende Trumpisten das Kapitol in Washington erstürmt, um die Bestätigung der Wahl von Joe Biden zum neuen US-Präsidenten zu verhindern. Bei dem Sturm auf das Kapitol kamen fünf Menschen um Leben. Zuvor hatte Donald Trump seine Anhänger dazu aufgerufen, gemeinsam zum Kapitol zu ziehen. Der Vorfall hatte weltweit für Empörung und Entsetzen gesorgt. Gegen Trump wurde ein Amtsenthebungsverfahren in Gang gesetzt.

Hohe Summen für Vermittlung von Begnadigungen

Auch die Texanerin Jenna Ryan ist eine der Kapitol-Stürmer, die sich mit der Bitte um eine Begnadigung zu Wort melden. Sie hatte auf Social Media Bilder von sich und den zerstörten Fenstern des Kapitols gepostet. Nun droht ihr eine Haftstrafe.

„Ich will nur, dass die Menschen wissen, dass ich eine normale Person bin. Ich habe auf meinen Präsidenten gehört, der mir gesagt hat, ich solle zum Kapitol gehen“, so die Immobilienmaklerin. Sie sei der Meinung, sie habe in Washington ihren Patriotismus unter Beweis gestellt, heißt es auf der Nachrichtenseite des Senders CBS.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ob der noch amtierende Präsident Donald Trump den Aufrufen der Randalierer nachkommen wird, ist nicht klar. Wie die „New York Times“ allerdings berichtet, habe sich mittlerweile für viele hochrangige Trump-Anhänger ein lukrativer Markt für die Vermittlung von Begnadigungen entwickelt. Dies hätten Dokumente und Interviews mit mehreren Lobbyisten ergeben – laut dem Bericht erhielten vertraute Anwälte und Berater Donald Trumps hohe Summen, um potenzielle Begnadigungen an den US-Präsidenten zu vermitteln.

RND/ag

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken