Russische Raketentreffer auf Kraftwerk

Selenskyj fordert schnellere Lieferung von Flugabwehrwaffen

Wolodymyr Selenskyj bei einer seiner nächtlichen Videoansprachen. (Archivfoto)

Wolodymyr Selenskyj bei einer seiner nächtlichen Videoansprachen. (Archivfoto)

Kiew. Nach russischen Raketentreffern auf die Stromversorgung in der Ukraine fordert Präsident Wolodymyr Selenskyj eine schnellere Lieferung von Luftabwehrwaffen. Die Hilfe internationaler Partner für die Ukraine müsse aufgestockt werden, sagte er am Montag in seiner allabendlichen Videoansprache. „Gemeinsam können wir den russischen Terror überwinden.“

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Russische Raketentreffer auf ein Kraftwerk bei Charkiw hatten am Sonntagabend große Teile des Stromnetzes in der Ostukraine zeitweise lahmgelegt. „Hunderttausende Ukrainer fanden sich im Dunkeln wieder – ohne Strom. Häuser, Krankenhäuser, Schulen, kommunale Infrastruktur“, sagte Selenskyj. „Russische Raketen treffen genau jene Objekte, die absolut nichts mit der Infrastruktur der Streitkräfte unseres Landes zu tun haben.“ Er deutete den Beschuss als Rache für den Vormarsch der ukrainischen Armee im Gebiet Charkiw.

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Die Armee habe seit Anfang September bereits mehr als 6000 Quadratkilometer im Osten und Süden von den russischen Besatzern zurückerobert, sagte der Präsident. Deutschland hat der Ukraine das hochmoderne Luftabwehrsystem Iris-T zugesagt. Die Ukraine hofft auf eine schnelle Lieferung. Nach Kiewer Berichten soll die erste Einheit Ende des Jahres geschickt werden.

RND/dpa

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