Schützengräben werden bereits ausgehoben

Ukrainisches Militär fürchtet: Russland könnte erneut Kiew angreifen

Militärische Übungen für Zivilisten in der Region Kiew.

Militärische Übungen für Zivilisten in der Region Kiew.

Kiew. Nach Ansicht der ukrainischen Militärverwaltung besteht weiterhin die Gefahr, dass das russische Militär einen neuen Angriffsversuch auf die Hauptstadt Kiew starten könnte. Der ukrainische General und Militärchef Nikolai Zhirnov betonte, dass es aktuell noch keine Anzeichen dafür gebe.

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„Kiew als Hauptstadt ist ein vorrangiges Ziel für die Eroberung durch russische Truppen. Angesichts der erheblichen personellen und logistischen Ressourcen in Russland bleibt die Gefahr einer zweiten Offensive bestehen“, zitiert die ukrainische Zeitung „Pravda“ den General gegenüber der Stadtverwaltung von Kiew. Auch wenn es dafür noch keine Anzeichen gebe, könnte Russland belarussisches Territorium nutzen, um Truppen zu mobilisieren, hieß es weiter. Dies brauche aber Zeit: „Unter den heutigen Bedingungen ist nichts in kurzer Zeit umsetzbar.“

Große Schäden in Sjewjerodonezk: Schwere Kämpfe im Donbass halten an

Ukrainische Truppen versuchen, den Vormarsch russischer Streitkräfte in strategisch wichtigen Regionen im Osten des Landes aufzuhalten.

Die Ukraine überwache täglich die russischen Truppenbewegungen, so General Zhirnov weiter. „Die Bedrohung besteht und wird bestehen, bis wir gewinnen, aber Kiew bereitet sich darauf vor, dem Feind eine ordentliche Abfuhr zu erteilen!“, sagte er.

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In einem Video der Militärverwaltung, das im Nachrichtendienst Telegram aufgetaucht ist und von der Zeitung „Pravda“ gezeigt wurde, sind derweil Schützengräben in der Region rund um Kiew zu sehen. „Wir wollen Ihnen zeigen, wie unsere Hauptstadt gestärkt wird“, so die Militärverwaltung der Stadt. „Wenn es zu einem zweiten Angriff kommt, können wir Schäden nicht vermeiden, aber um sie so gering wie möglich zu halten, wird die erste Verteidigungslinie von Kiew in großer Entfernung zur Stadt errichtet.“

Aktuell konzentriert die russische Armee ihre Angriffe auf den Osten der Ukraine. Im Donbass will Moskau die Stadt Sjewjerodonezk in der Region Luhansk einnehmen. Ukrainische Streitkräfte liefern sich dort Straßenkämpfe mit den Angriffstruppen, sagte der Bürgermeister der Stadt mit einst 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. 90 Prozent der Gebäude und große Teile der Infrastruktur sind laut Präsident Selenskyj bereits zerstört.

RND/ag

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