Mehr Anstrengungen gefordert

Umweltbundesamt: „Unser Gasverbrauch muss insgesamt deutlich sinken“

Eine Gasflamme brennt auf einem Küchenherd in einer Wohnung. (Symbolbild) Das Umweltbundesamt hält mehr Anstrengungen beim Energiesparen für notwendig.

Eine Gasflamme brennt auf einem Küchenherd in einer Wohnung. (Symbolbild) Das Umweltbundesamt hält mehr Anstrengungen beim Energiesparen für notwendig.

Berlin. Das Umweltbundesamt hält mehr Anstrengungen beim Energiesparen für notwendig. Präsident Dirk Messner sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Unser Gasverbrauch muss insgesamt deutlich sinken.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Es brauche verpflichtende Minderungsziele für die einzelnen Sektoren - gesondert für die Haushalte, Gebäude und die einzelnen Branchen in der Wirtschaft. Außerdem könne die aktuelle Energiesparkampagne der Bundesregierung noch wirksamer werden.

Scholz: Russland bei Gaslieferung kein verlässlicher Partner mehr

Russland ist nach den Worten von Bundeskanzler Olaf Scholz beim Thema Gaslieferung kein verlässlicher Partner mehr.

„Sie sollte nicht nur mit Plakaten, Spots und Kampagnen allgemein zum Energiesparen informieren, sondern die Menschen viel individualisierter ansprechen“, so Messner. „Warum schreiben die Energieversorger die Menschen nicht direkt an? Oder helfen ihnen durch konkrete Beratungsangebote telefonisch beim Energiesparen? Die Verbraucherzentralen machen hier schon sehr viel und das sehr gut - diese Angebote sollte man dringend ausbauen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Reichen Einsparungen von 20 Prozent tatsächlich?

Die Bundesnetzagentur hat als Ziel ausgegeben, 20 Prozent Gas zu sparen. Eine Forschergruppe des Ariadne-Projekts ist allerdings der Ansicht, dass das nicht ausreicht - ein Minus von 30 Prozent sei nötig für die Versorgungssicherheit und für den Klimaschutz.

Unbezahlbar

Unser Newsletter begleitet Sie mit wertvollen Tipps und Hintergründen durch Energiekrise und Inflation – immer mittwochs.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Messner sagte: „Wenn wir in neue Energieträger wie Wasserstoff einsteigen, sollten wir Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Wir müssen dringend vermeiden, dass wir auch dort in gefährliche Abhängigkeiten hereinlaufen.“ Deutschland und Europa müssen selbst große Wasserstoffanlagen aufbauen und umfassend Wasserstoff heimisch produzieren. Daneben könnten diversifizierte internationale Wasserstoffpartnerschaften unterstützen. „So entwickeln wir eine widerstandfähige Wasserstoffwirtschaft.“

Umweltbundesamt fordert mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien

Einem Papier des Umweltbundesamtes zufolge könnte ein Weg neben verbindlichen Klimazielen in den einzelnen Sektoren ergänzende, darauf abgestimmte verbindliche Energieeinsparziele sein. Vor allem im Gebäudebestand seien mittelfristig große Einsparpotenziale zu heben.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Außerdem müsse es mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien aus Wind und Sonne geben. Dafür sei es zwingend erforderlich, die personellen Kapazitäten sämtlicher involvierter Instanzen zu erhöhen, um die Ausweisungsprozesse soweit möglich zu beschleunigen, heißt es. Zudem sollten Verfahren bis Ende 2023 vollständig digitalisiert werden.

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen