Europas neuer Drogenhotspot?

UN warnen vor steigender Drogenproduktion in der Ukraine

Die Vereinten Nationen warnen vor einem möglichen Anstieg der synthetischen Drogenproduktion in der Ukraine.

Die Vereinten Nationen warnen vor einem möglichen Anstieg der synthetischen Drogenproduktion in der Ukraine.

Angesichts des Krieges in der Ukraine warnen die Vereinten Nationen vor einem Anstieg der Drogenproduktion in der Region. Die Erfahrung aus dem Mittleren Osten und Südostasien habe gezeigt, dass Konfliktregionen wie Magneten auf die Herstellung synthetischer Drogen wirken können, heißt es im Jahresbericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien, der am Montag veröffentlicht wurde.

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+++ Alle Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

In Konflikt- und Kriegsgebieten, in denen die Rechtsstaatlichkeit schwach sei, könne Drogenwirtschaft sich gut entwickeln und Konflikte gleichzeitig verlängern und anheizen. „Dieser Effekt kann größer sein, wenn sich die Konfliktregion in der Nähe großer Verbrauchermärkte befindet“, heißt es in dem Bericht.

In der Ukraine war in den vergangenen Jahren die Zahl der von den Behörden aufgelösten Drogenlabore zur Herstellung von Amphetaminen laut UNODC stark angestiegen, von 17 im Jahr 2019 auf 79 im Jahr 2020. Das war die höchste Zahl an aufgelösten Amphetaminlaboren weltweit.

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Mit Fortdauern des Krieges könnte die Zahl der Drogenlabore weiter zunehmen. „Es gibt keine Polizei, die patrouilliert und Labore stoppt“, zitierte N-TV die UNODC-Expertin Angela Me auf Basis der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings könnte der russische Angriffskrieg in der Ukraine dem Bericht zufolge auch dazu führen, dass Drogenschmuggelrouten gestört oder verschoben werden.

Afghanistan produziert 86 Prozent des Opiums weltweit

Wie N-TV auf Basis der Nachrichtenagentur AFP berichtet, hängt die Entwicklung des Marktes für auf Opium basierende Drogen wie Heroin nach Einschätzung der UN-Experten derweil von der Lage im Krisenstaat Afghanistan ab. Dort wurden im vergangenen Jahr 86 Prozent des Opiums weltweit produziert.

Laut dem UNODC-Bericht könnte die humanitäre Krise in Afghanistan zu einem verstärkten Mohnanbau führen, auch wenn die herrschenden Taliban den Anbau im April untersagt hatten. „Änderungen in der Opiumproduktion in Afghanistan werden Auswirkungen auf Opiatemärkte in allen Regionen der Welt haben“, heißt es in dem UNODC-Bericht.

Den Angaben zufolge konsumierten im vergangenen Jahr geschätzt 284 Millionen Menschen weltweit Drogen. Damit nahm jeder 18. Mensch im Alter zwischen 15 und 64 Jahren Drogen zu sich.

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RND/ao

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