„Unannehmbar und grundlos“: Bulgarien weist russische Forderung zu Nato-Abzug zurück

Rumen Radew, Präsident von Bulgarien (Archivbild)

Rumen Radew, Präsident von Bulgarien (Archivbild)

Sofia. Angesichts russischer Forderungen im Ukraine-Konflikt zum Truppenabzug der Nato aus östlichen Mitgliedstaaten wie etwa Bulgarien hat Sofia seine Nato-Orientierung bekräftigt. „Die Forderung Russlands zum Abzug der Nato-Kräfte ist unannehmbar und grundlos“, erklärte Staatspräsident Rumen Radew am Freitag in einer schriftlichen Stellungnahme.

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In Bulgarien gebe es keine ständig stationierten Kontingente und Kampftechnik der Allianz. Eine souveräne Entscheidung darüber liege bei Bulgarien im Einklang mit seinen Verpflichtungen zur Allianz, erklärte Radew. „Unser Land nimmt keine ultimativen Forderungen von niemandem an“, so Radew. Das südöstliche EU-Land ist seit 2004 Mitglied der Nato.

Regierungschef: „Bulgarien ist ein souveräner Staat“

„Bulgarien ist ein souveräner Staat und wir haben unsere Wahl getroffen, indem wir zum Mitglied der Nato wurden“, sagte Regierungschef Kiril Petkow am Freitag in der Fragestunde des Parlaments in Sofia. Als Nato-Mitglied entscheide Bulgarien selber, wie es seine Verteidigung in Abstimmung mit seinen Partnern organisiere, sagte Petkow.

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Bulgariens Regierungschef Petkow rief Russland dazu auf, im Ukraine-Konflikt weiterhin durch einen konstruktiven Dialog zur Deeskalation der Spannungen beizutragen. Russland sollte sich für ein sichereres Europa einsetzen, betonte Petkow. Der Washington-Vertrag sehe „keine Mitgliedstaaten zweiter Klasse“ vor, für die die kollektive Verteidigung wahlweise angewandt werde, sagte Petkow.

Verteidigungsminister war gegen Nato-Stationierung

Der bulgarische Verteidigungsminister Stefan Janew hatte sich im Dezember gegen eine Stationierung von Nato-Truppen in Bulgarien ausgesprochen. Während des Kommunismus galt Bulgarien als Russlands treuster Verbündeter im damaligen Ostblock.

RND/dpa

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