„Hoffnung für Frieden heißt Donald Trump“

Ungarischer Ministerpräsident Orban: Merkel hätte Krieg in Ukraine verhindert

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán (M) spricht im Verlegergespräch mit Alexander Marguier, Chefredakteur des Magazins Cicero, und mit Holger Friedrich (r), Unternehmer, Verleger und Besitzer der Berliner Zeitung, zum Thema "Sturm über Europa - der Ukrainekrieg, die Energiekrise und geopolitische Herausforderungen".

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán (M) spricht im Verlegergespräch mit Alexander Marguier, Chefredakteur des Magazins Cicero, und mit Holger Friedrich (r), Unternehmer, Verleger und Besitzer der Berliner Zeitung, zum Thema "Sturm über Europa - der Ukrainekrieg, die Energiekrise und geopolitische Herausforderungen".

Berlin. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban geht davon aus, dass eine Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hätte verhindern können.

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Bei einer Veranstaltung des Magazins „Cicero“ und der „Berliner Zeitung“ in Berlin sagte er am Dienstag laut offizieller Übersetzung, dass Merkel bereits 2014 durch ihr Agieren nach der russischen Annexion der Krim einen Krieg verhindert habe. „Was Angela Merkel gemacht hat zu Zeiten der Krim-Krise, das war ein Meisterwerk.“ Es sei damals nicht zu einem Krieg gekommen, weil durch die diplomatischen Bemühungen Deutschlands der Konflikt isoliert worden sei. „Sie haben nicht zugelassen, dass das hoch geht und wir alle involviert werden.“

Auf die Nachfrage, ob er so zu verstehen sei, dass es seiner Meinung nach mit einer Kanzlerin Merkel nicht zu einem Krieg gegen die Ukraine gekommen wäre, antwortete Orban laut Übersetzung: „Mit Sicherheit.“

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Orban: Trump soll für Waffenstillstand sorgen

Gleichzeitig forderte Orban Verhandlungen zwischen den USA und Russland über einen Waffenstillstand in der Ukraine gefordert - und er setzt dabei auf den vor zwei Jahren abgewählten US-Präsidenten Donald Trump. „Die Feuerpause muss nicht zwischen Russland und der Ukraine zustandekommen, sondern zwischen Amerika und Russland“, sagte Orban. „Wer denkt, dass dieser Krieg durch russisch-ukrainische Verhandlungen abgeschlossen wird, der lebt nicht auf dieser Welt. Die Machtrealität ist anders.“

Orban sagte zur Begründung, dass die Ukraine den Abwehrkampf gegen die russischen Invasoren nur führen könne, weil sie von den USA militärisch unterstützt werde. Der Krieg sei heute nur offen, weil die Amerikaner das so wollten. „Deswegen müssen sich die Amerikaner mit den Russen einigen. Und dann ist der Krieg zu Ende.“

Mindestens fünf Tote bei russischen Raketenangriffen auf Kiew

Die Angriffe auf Ziele im ganzen Land hätten sich gegen zivile Infrastruktur gerichtet, teilten ukrainische Behörden mit.

„Der amerikanische Präsident ist zu weit gegangen“

Orban machte auch deutlich, dass er US-Präsident Joe Biden nicht für den richtigen Verhandlungsführer auf amerikanischer Seite hält. „Der amerikanische Präsident ist zu weit gegangen“, sagte er. Biden habe Dinge über den russischen Präsidenten Wladimir Putin gesagt, nach denen es schwer sei, dass die beiden Friedensverhandlungen miteinander führen. „Das wird jetzt brutal klingen, was ich sage. Aber Hoffnung für den Frieden heißt Donald Trump“, sagte Orban laut Übersetzung. Biden hatte Putin nach Kriegsbeginn als „Schlächter“, „Kriegsverbrecher“ und „mörderischen Diktator“ bezeichnet.

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Orban besucht Berlin für mehrere Tage und hat während seines Aufenthalts bereits Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die frühere Regierungschefin Angela Merkel (CDU) getroffen. Die Veranstaltung des Magazins „Cicero“ und der „Berliner Zeitung“ hatte den Titel „Sturm über Europa - der Ukrainekrieg, die Energiekrise und geopolitische Herausforderungen“.

RND/dpa

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