Verband: Versorgung von Pflegebedürftigen durch Branchenimpfpflicht gefährdet

Die Hand einer Pflegefachkraft liegt auf der Hand einer Bewohnerin (Symbolfoto). Ein Pflegeverband warnt, dass es gerade in Regionen mit geringen Impfquoten zu einem Personalmangel kommen könne, sobald die einrichtungsbezogene Impfpflicht in Kraft trete.

Die Hand einer Pflegefachkraft liegt auf der Hand einer Bewohnerin (Symbolfoto). Ein Pflegeverband warnt, dass es gerade in Regionen mit geringen Impfquoten zu einem Personalmangel kommen könne, sobald die einrichtungsbezogene Impfpflicht in Kraft trete.

Berlin. Der Verband der privaten Pflegeanbieter (BPA) warnt wegen der Impfpflicht in der Branche vor Einschränkungen bei der Versorgung von Pflegebedürftigen durch Kündigungen von Mitarbeitern. „Wir bekommen zunehmend Rückmeldungen aus den Mitgliedsbetrieben, dass Beschäftigte mit Blick auf die kommende einrichtungsbezogene Impfpflicht beabsichtigen zu kündigen“, sagte Verbandspräsident Bernd Meurer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Betroffen seien insbesondere Pflegeunternehmen in Regionen mit hohen Inzidenzen und geringen Impfquoten. „In vielen besonders stark betroffenen Bundesländern können wir nicht dafür garantieren, dass die Versorgung überall aufrechterhalten werden kann. Wenn Pflegekräfte in größerer Zahl ausfallen, ist die Versorgung der Pflegebedürftigen unmittelbar gefährdet“, sagte Meurer.

Schon jetzt berichte eine sehr große Zahl von Pflegeeinrichtungen über Personalengpässe durch Infektionen oder Quarantäne, so der Verbandspräsident. „Wenn es bei der im Dezember 2021 im Bundestag beschlossenen einrichtungsbezogenen Impfpflicht bleibt und es nicht gleichzeitig zu einer allgemeinen Impfpflicht kommt, fühlen sich Pflegekräfte zu Recht alleingelassen“, mahnte Meurer, dessen Verband rund die Hälfte des Pflegemarktes repräsentiert.

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