Verdächtiger Tunesier kann abgeschoben werden

Zwei mit Gewehren bewaffnete Terroristen in Uniform stürmen am 18. März 2015 in das meistbesuchte Museum des Landes, erschießen 22 Menschen und nehmen zahlreiche Geiseln. Spezialkräfte töten die Attentäter.

Zwei mit Gewehren bewaffnete Terroristen in Uniform stürmen am 18. März 2015 in das meistbesuchte Museum des Landes, erschießen 22 Menschen und nehmen zahlreiche Geiseln. Spezialkräfte töten die Attentäter.

Berlin. Nach zahlreichen Verzögerungen kann der mutmaßliche Bardo-Attentäter aus Deutschland nach Tunesien abgeschoben werden. „Der Terrorist sitzt in Haft und ich rechne damit, dass er bald abgeschoben wird“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Sonntag im ARD-Bericht aus Berlin“. Die tunesischen Behörden gehen davon aus, dass der Mann an der Planung und Umsetzung des Anschlags beteiligt gewesen sein soll, bei dem im März 2015 mehr als 20 Touristen getötet worden waren.

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Anfang Februar in Frankfurt festgenommen

Die für eine Abschiebung nötigen Unterlagen der tunesischen Behörden seien am vergangenen Donnerstag eingetroffen. Der 36 Jahre alte Tunesier war Anfang Februar in Frankfurt festgenommen worden. Er soll für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ein Attentat in Deutschland vorbereitet haben.

Die tunesischen Behörden hatten bei Interpol einen Haftbefehl gegen den Mann erwirkt. Der Tunesier war 2003 mit einem Studentenvisum nach Deutschland gekommen. Durch seine spätere Heirat mit einer Deutschen erhielt er eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Da Tunesien trotz mehrfacher Aufforderung zunächst nicht die notwendigen Papiere geschickt hatte, war der Verdächtige im November 2016 aus der Auslieferungshaft entlassen und im Anschluss von der Polizei überwacht worden.

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Von RND/dpa

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