Kompromiss­vorschlag

Vor Abstimmung im Bundestag: Lauterbach wirbt für Impf­pflicht ab 50

Bundes­gesundheits­minister Karl Lauterbach (SPD) hat für den Kompromiss­vorschlag für eine allgemeine Corona-Impf­pflicht geworben.

Bundes­gesundheits­minister Karl Lauterbach (SPD) hat für den Kompromiss­vorschlag für eine allgemeine Corona-Impf­pflicht geworben.

Berlin. Bundes­gesundheits­minister Karl Lauterbach hat für den Kompromiss­vorschlag für eine allgemeine Corona-Impf­pflicht geworben. Es nehme das Wichtigste aller Anträge zur Impf­pflicht auf, sagte der SPD-Politiker am Montag. „Jeder, der die Impf­pflicht will, kann sich hier wieder­finden. Wer aber dagegen stimmt, riskiert erneut Lockdowns und Leid im Herbst.“

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Corona-Umfrage: 58 Prozent der Befragten sind besorgt über Auslaufen der Masken­pflicht

Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland blickt einer Umfrage zufolge mit Sorge auf das Ende vieler Corona-Schutz­maßnahmen am Wochen­ende.

Im Ringen um eine Mehrheit im Parlament hat die Abgeordneten­gruppe, die eine Impf­pflicht ab 18 Jahren anstrebt, ihre Pläne aufgeweicht. Sie schlägt nun eine Impf­pflicht ab 50 Jahren zum 1. Oktober vor – der Bundestag soll demnach aber Anfang September darüber entscheiden, ob sie noch auf alle Erwachsenen ausgeweitet wird.

Lauterbach sagte: „Zentral ist, dass wir damit die Älteren sofort schützen. Dazu können wir auf eine Verschlechterung der Pandemie­lage reagieren und schützen dann auch die Jüngeren.“ Aufgebaut werden solle zudem ein Impf­register, wie die CDU es wolle. Lauterbach hat sich ursprünglich wie auch Kanzler Olaf Scholz (SPD) für eine Impf­pflicht ab 18 Jahren stark gemacht.

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Bundestag entscheidet Donnerstag über Impf­pflicht

Über die mögliche Einführung einer Impf­pflicht soll der Bundestag an diesem Donnerstag ohne sonst übliche Fraktions­vorgaben entscheiden. Vorerst sind die Mehrheits­verhältnisse ungewiss. Neben dem Vorschlag für eine Pflicht ab 18 hatte eine zweite Gruppe einen Entwurf für eine Beratungs­pflicht und dann eine mögliche Impf­pflicht ab 50 vorgelegt. Weitere Anträge lehnen eine Impf­pflicht ab. Die Union ist für die Einführung eines Impf­registers und ein gestuftes Verfahren mit möglicher Impf­pflicht für bestimmte, besonders gefährdete Gruppen.

RND/dpa

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