Kommentar zu Günthers Sieg

Daniel der Große

Gute Laune: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit seiner Ehefrau Anke bei der Stimmabgabe zur Landtagswahl in seinem Heimatort Eckernförde

Gute Laune: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit seiner Ehefrau Anke bei der Stimmabgabe zur Landtagswahl in seinem Heimatort Eckernförde

Kiel. Die Menschen im Bundesland zwischen den Meeren nehmen gerne für sich in Anspruch, bereits etwas skandinavisch zu ticken. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther ist da keine Ausnahme. Politiker müssten nicht 24 Stunden, sieben Tage die Woche im Einsatz sein, sagte er kurz vor seinem Wahltriumph im „RND vor Ort spezial“. Sein Arbeitstag starte, wenn er seine beiden Töchter in den Kindergarten gebracht habe.

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+++ Der Wahlabend in Schleswig-Holstein im Liveblog +++

Nun sollte niemand den Fehler machen, dem 48-Jährigen deswegen mangelnden Machtwillen abzusprechen. Er tut nur alles, um als nahbarer Typ rüberzukommen, dem man schon deswegen ein Bundesland anvertrauen kann, weil er halt mit allen gleichermaßen klarkommt. Im Wahlkampf wussten weder seine Koalitionspartner von FDP und Grünen noch sein Herausforderer von der SPD irgendetwas Negatives über Günther zu sagen.

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Gut war das an der Wahlurne vor allem für ihn und seine CDU.

Wahl in Schleswig-Holstein: Der Amtsbonus wirkt – meistens

Unerwartet war das nicht, ungewöhnlich auch nicht. Bei allen Landtagswahlen in den vergangenen drei Jahren landeten die Amtsinhaber und Amtsinhaberinnen weit vorne – mit einer Ausnahme: Tobias Hans im Saarland. Der Amtsbonus wirkt.

Für Günther werden seine zweiten fünf Jahre deutlich schwieriger als die ersten. Er wird nur höchstens einen Koalitionspartner brauchen, hat also mehr Gegner. Sein Wort hat auf Bundesebene mehr Gewicht – aber er wird auch als ernsthafte Konkurrenz wahrgenommen, nicht zuletzt von CDU-Chef Friedrich Merz. Alte Konflikte, während des Wahlkampfs beigelegt, könnten wieder aufbrechen. Und vor allem wird sich erst in einer Woche wirklich zeigen, was Günthers Sieg bundespolitisch wirklich wert ist.

Wenn Hendrik Wüst sich in Nordrhein-Westfalen halten kann, mag Günther zwar auf den Rückenwind aus dem Norden verweisen. Doch die CDU hätte dann einen neuen, weit mächtigeren Aufsteiger neben ihm.

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