Bekämpfung von Waldbränden

Immer mehr Waldbrände: Thüringens Innenminister sieht „auch Bund in der Verantwortung“

Ein Hubschrauber der Bundeswehr fliegt mit einem Lösch­wasser-Außen­last­behälter über der Elbe in Schmilka.

Ein Hubschrauber der Bundeswehr fliegt mit einem Lösch­wasser-Außen­last­behälter über der Elbe in Schmilka.

Berlin. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat angesichts der zunehmenden Waldbrände in Ostdeutschland mehr Unterstützung des Bundes gefordert. „Es fehlt an Zivil­schutz­hubschraubern, die auf einmal 1000 oder 2000 Liter Wasser abwerfen können und daher sehr effektiv sind“, sagte er dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). „Da ist auch der Bund in der Verantwortung. Denn Wald- und Vegetations­brände sind ein länder­über­greifendes Thema. Wenn es an vielen Orten gleichzeitig brennt, ist es schwierig, an Zivil­schutz­hubschrauber zu kommen.“

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Mangel herrsche hier vor allem in Ostdeutschland. Dort brennt es derzeit vornehmlich in Brandenburg und Sachsen. Ähnlich hatten sich am Wochenende Bundes­tags­abgeordnete von Grünen und FDP geäußert. Sie mahnten ebenfalls mehr Engagement des Bundes bei der Brandbekämpfung an.

26.07.2022, Brandenburg, Falkenberg: Feuerwehrleute löschen einen Waldbrand. Die Feuerwehr in Brandenburg kämpft weiter gegen einen großen Waldbrand im Landkreis Elbe-Elster. Es brennt auf einer Fläche von 800 Hektar. Erste Bewohner der Kölsa-Siedlung in Falkenberg und von Rehfeld mussten ihre Häuser verlassen. Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Feuerökologe Alexander Held: Wie lernen wir, mit den Waldbränden zu leben?

Südeuropa und auch Deutschland kämpfen aktuell mit heftigen Waldbränden. Doch allein die Bekämpfung reicht nicht, sagt Alexander Held vom European Forest Institute im Interview mit dem RND. Er erklärt, wieso wir auf kontrollierte Brände und einen Waldumbau setzen sollten.

Brände entstehen oft bei der Ernte

Maier warnte zugleich vor einer Verschärfung der Situation. „Brände entstehen derzeit oft bei der Ernte, weil die Felder wie in Thüringen extrem trocken sind“, sagte er dem RND. „Das kriegt man dann kaum noch in den Griff. Überhaupt hat es in den vergangenen Jahren entweder viel zu viel oder viel zu wenig geregnet. Das macht deutlich, dass der Klimawandel nicht erst noch kommt, sondern längst da ist.“

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Thüringen selbst unternehme einiges, um den Gefahren zu begegnen, so der SPD-Politiker. So schaffe man acht zusätzliche Tank­lösch­fahrzeuge mit einem Fassungs­vermögen von 4000 Litern an. Auch bekämen Kommunen Hilfe beim Kauf von Drohnen zur Beobachtung von Bränden. Generell sei er froh, dass das Thema Bevölkerungs­schutz „endlich mehr Aufmerksamkeit genießt“.

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