Was für ein absurdes Theater!

Die „Welcome to Hell“-Demo vor dem G-20-Gipfel eskalierte.

Die „Welcome to Hell“-Demo vor dem G-20-Gipfel eskalierte.

Hamburg. Es ist genau so gekommen wie befürchtet – und schlimmer – wie erwartet. Die "Welcome to Hell"- Demo in Hamburg zum G-20-Gipfel ist eskaliert. Die Bilanz: Dutzende verletzte Demonstranten, Dutzende verletzte Polizisten, Dutzende Festnahmen, zerstörte Straßenzüge. Die Ereignisse der Nacht können Sie in unserem Liveticker noch einmal nachlesen.

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Es ist eine inzwischen ritualisierte Schlacht, die in der Nacht in Hamburg stattgefunden hat. Demonstranten provozieren die Polizei, indem sie gezielt gegen die vorab formulierten Regeln der Behörden verstoßen, Beispiel Vermummungsverbot, oder indem sie gleich die Polizisten mit Flaschen oder Böllern angreifen. Die Beamten tun dann, was sie von ihrer Führung aufgetragen bekommen haben: hart durchgreifen, weil schon vorher genau diese Linie angekündigt wurde. Und die Veranstalter der Demo geben dann genau so ritualisiert zu Protokoll, die Polizei habe die Protestierenden provoziert und überreagiert.

Niemand wird aus dieser Nacht lernen

Was für ein absurdes Theater! Auf Kosten von Gesundheit, Hab und Gut auch von vielen Unbeteiligten. Und auf Kosten der Glaubwürdigkeit von Demonstrierenden. Die ernst zu nehmende Kritik vieler G-20-Gegner ist in der Nacht durch den Gewaltausbruch diskreditiert. Die Gewaltbereiten des schwarzen Blocks kümmert das natürlich nicht. Ihnen geht es um Krawall, nicht um Politik, vergleichbar mit Hooligans. Die interessiert auch nicht der Fußball, sondern nur die Prügelei im Umfeld.

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Leider ist ebenso ritualisiert, dass aus dieser Nacht niemand lernen wird. Die nächsten Grenzverletzungen durch Protestierende sind für den heutigen Tag angekündigt. Die Polizei ist schon gerüstet. Und wir werden anschließend wieder die gleichen sinnlosen Erklärungen hören, wenn die Lage eskaliert.

Von RND/Rüdiger Ditz

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