Dutzende Tote

Wegen „gescheiterter Russland-Politik“: Selenskyj lädt Altkanzlerin Merkel zu Besuch in Butscha ein

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine.

Kiew. Die Bilder aus der kleinen Stadt Butscha bei Kiew, wo nach dem Abzug russischer Truppen zahlreiche Leichen von Bewohnern auf den Straßen gefunden worden waren, sorgten international für Entsetzen. Die Ukraine macht für das Massaker an Zivilisten russische Truppen verantwortlich, die die Stadt bis vor Kurzem besetzt hatten. Moskau bestreitet dies.

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Selenskyj lud derweil die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer Reise nach Butscha ein. Merkel könne sich dort – ebenso wie der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy – ein Bild von ihrer „gescheiterten Russland-Politik der vergangenen Jahre“ machen, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft.

Ich lade Frau Merkel ein, Butscha zu besuchen. Sie werden die gefolterten Ukrainer und Ukrainerinnen mit eigenen Augen sehen.

Wolodymyr Selenyskyj,

Präsident der Ukraine

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Die Nato-Staaten hatten bereits 2008 einen Beitritt der Ukraine zu dem Verteidigungsbündnis in Aussicht gestellt. Das Angebot wurde aus Rücksicht auf Russland jedoch wieder zurückgezogen. Merkel war von 2005 bis 2021 Bundeskanzlerin.

„Ich lade Frau Merkel und Herrn Sarkozy ein, Butscha zu besuchen und zu sehen, wozu die Politik der Zugeständnisse an Russland in 14 Jahren geführt hat“, sagte Selenskyj: „Sie werden die gefolterten Ukrainer und Ukrainerinnen mit eigenen Augen sehen.“

Präsident Selenskyj befürchtet, dass sich noch „schrecklichere Dinge auftun könnten“ als das, was bisher über die Verbrechen in Butscha bekannt geworden ist. Andere Regionen des Landes stünden noch unter russischer Kontrolle. Dort könnten „noch mehr Tote und Misshandlungen“ bekannt werden, sagte Selenskyj.

RND/alx mit Material der dpa

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