Wegen Warnungen vor einer Invasion: Ukraine erklärt 16. Februar zum Tag der Einheit

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj.

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj.

Kiew. Vor dem Hintergrund von US-Warnungen vor einem möglichen Einmarsch russischer Truppen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den 16. Februar per Dekret zum Tag der Einheit erklärt. „Uns wird gesagt, dass der 16. Februar der Tag des Überfalls werde, wir machen ihn zum Tag der Einheit“, sagte das Staatsoberhaupt in einem Video am Montagabend.

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Die Ukrainer sollen an diesem Mittwoch im ganzen Land Flaggen hissen und um 10.00 Uhr Ortszeit (9.00 Uhr MEZ) die Hymne singen. „Zeigen wir der ganzen Welt unsere Einigkeit“, sagte der 44-Jährige.

Die US-Regierung hatte zuletzt gewarnt, dass die USA einen russischen Einmarsch noch vor dem Ende der Olympischen Winterspiele in China am 20. Februar für möglich hielten – also in den kommenden Tagen. Medienberichten zufolge soll in US-Geheimdienstinformationen der 16. Februar als mögliches Datum einer russischen Militäraktion erwähnt worden sein.

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Selenskyj weist russische Vorwürfe zurück

In seiner Rede wies Selenskyj erneut russische Vorwürfe zurück, Vorbereitungen auf eine Offensive gegen die abtrünnigen Gebiete Luhansk und Donezk in der Ostukraine zu treffen. „Der Donbass und die Krim werden ausschließlich auf diplomatischem Weg zur Ukraine zurückkehren“, betonte der Präsident. Russland hatte die Schwarzmeer-Halbinsel 2014 annektiert und danach auch die moskaufreundlichen Separatisten in der Ostukraine unterstützt.

Seit Wochen warnen vor allem die USA vor einer russischen Invasion der Ukraine. Dazu seien Zehntausende russische Soldaten unweit der ukrainischen Grenze zusammengezogen worden. Der Kreml weist die Vorwürfe regelmäßig zurück. Auch Kiew hat nach eigenen Angaben keine derartigen Informationen von einem nahenden Überfall. Im ostukrainischen Gebiet Donbass kämpfen seitdem Regierungstruppen gegen von Russland unterstützte Separatisten. UN-Schätzungen nach wurden bereits über 14 000 Menschen getötet.

RND/dpa

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