Grünere Stadtplanung nötig

Zentrum für Klimaanpassung: Städte haben bei Hitzeschutz viel zu tun

20.06.2022, Baden-Württemberg, Mannheim: Balkone und Fenster sind hinter der begrünten Fassade an einem Haus in O7 auf den Planken zu sehen. Wo Grün wächst, heizen sich Gebäude nicht so stark auf. Deutsche Städte und Kommunen müssen nach Ansicht des Leiters des Zentrums für Klimaanpassung, Jens Hasse, noch viel für die Anpassung an Hitzewellen machen.

20.06.2022, Baden-Württemberg, Mannheim: Balkone und Fenster sind hinter der begrünten Fassade an einem Haus in O7 auf den Planken zu sehen. Wo Grün wächst, heizen sich Gebäude nicht so stark auf. Deutsche Städte und Kommunen müssen nach Ansicht des Leiters des Zentrums für Klimaanpassung, Jens Hasse, noch viel für die Anpassung an Hitzewellen machen.

Köln, Berlin. Deutsche Städte und Kommunen müssen nach Ansicht des Leiters des Zentrums für Klimaanpassung, Jens Hasse, noch viel für die Anpassung an Hitzewellen machen. „Grundsätzlich sind wir in Deutschland noch nicht so weit“, sagte der Ingenieur vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) am Montag dem Radiosender WDR5 in Köln. Städte müssten etwa für eine gute Durchlüftung, mehr Grün und Schatten, sowie Abkühlung durch Wasser sorgen, um der zusätzlichen Aufheizung durch Asphalt und Hausfassaden entgegenzuwirken.

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Temperaturen von bis zu 40 Grad: Hitzewelle rollt auf Deutschland zu

Bereits am Mittwoch soll laut DWD eine Kaltfront auf Deutschland zukommen, wodurch es sich im Westen wieder etwas abkühlt.

Die Großstädte und auch viele kleinere Orte in Deutschland haben sich Hasse zufolge bereits auf den Weg gemacht, das umzusetzen. „Aber das dauert seine Zeit.“ Die Politik könne solchen Plänen mehr „Rückenwind“ geben. Dafür seien insbesondere Haushaltsmittel, Geld, und genügend Stellen bei den Grünflächenämtern nötig. Zudem bleibe noch viel zu tun, um etwa kommunale und soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser besser gegen Hitze zu wappnen und vulnerable Gruppen zu schützen.

Grüne Städte = Kühle Städte

Die Stadtplanung könne zum Hitzeschutz beitragen, indem sie Bäumen und Bepflanzung Vorrang vor Parkplätzen gebe, erklärte Hasse. Die Bevölkerung und Unternehmen seien derweil gefordert, Gebäude entsprechen zu gestalten und etwa Fenster zu verschatten, mehr Bäume zu pflanzen und Vorgärten pflanzenreich zu gestalten, Dächer zu begrünen und helle Hausfarben zu wählen. Auch Neubaugebiete müssten entsprechend gestaltet werden. Für solche Schritte müsse die Politik Anreize setzen und entsprechende Regeln in kommunalen Satzungen festschreiben.

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In Deutschland erwartete am Montag und Dienstag eine Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad. Durch den menschengemachten Klimawandel treten solche Extremtemperaturen häufiger auf.

RND/epd

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