Nach Zusammenbruch

Sternekoch Heinz Winkler mit 73 Jahren gestorben

Sternekoch Heinz Winkler in seinem Restaurant Residenz in Aschau am Chiemsee. Der Koch ist verstorben. (Archivbild)

Sternekoch Heinz Winkler in seinem Restaurant Residenz in Aschau am Chiemsee. Der Koch ist verstorben. (Archivbild)

Der Sternekoch Heinz Winkler ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Laut der Homepage des Gastronomen habe seine Familie nach kurzer schwerer Krankheit in tiefer Trauer Abschied genommen. Eine Legende der Kochkunst sei aus dem Leben getreten, heißt es. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet. Die Zeitung berief sich dabei auf das engste Umfeld Winklers und zitierte etwa Marina Wolff, Ehefrau von Schauspieler Christian Wolff, mit den Worten: „Wir haben eben von seiner ersten Frau Evi die Nachricht erhalten, dass Heinz verstorben ist. Wir sind sehr bestürzt. Heinz war ein guter Freund. Wir waren vom ersten Tag an seine Gäste in der ‚Residenz‘ in Aschau.“

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Demnach brach Winkler am Freitag überraschend zu Hause zusammen und wurde kurz darauf in ein künstliches Koma versetzt. Die Rede ist von Multiorganversagen. Der Zustand verschlechterte sich weiter und der 73-Jährige verstarb.

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Winkler bekochte sogar Royals

Zu Winklers Lebenswerk gehört sein Fünf-Sterne-Hotel „Residenz“ mit angeschlossenem Zwei-Sterne-Restaurant. Der Gastronom hat bereits zahlreiche Prominente bekocht – vom schwedischen Königspaar Silvia und Carl Gustav über Richard von Weizsäcker, Franz Beckenbauer und Boris Becker bis hin zu Claudia Schiffer. Zudem wurde ihm als erstem deutschen Koch das Bundesverdienstkreuz verliehen.

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Der gebürtige Südtiroler Winkler hatte mehr als 20 Jahre lang mit Unterbrechungen drei Sterne. Seine Karriere begann er mit 14 Jahren nach Angaben der „Residenz Heinz Winkler“ im heimischen Bozen mit einer Kochlehre. Danach lernte er bei den Jahrhundertköchen Paul Bocuse und Eckart Witzigmann.

Auszeichnung durch Guide Michelin

Später kochte Winkler als Nachfolger von Witzigmann im berühmten Restaurant „Tantris“ in München, das lange als Inbegriff von Haute Cuisine in Deutschland galt. Stars, die High Society und Feinschmecker gingen dort ein und aus. 1981 wurde der damals 31-Jährige als jüngster Koch mit drei Sternen vom Guide Michelin ausgezeichnet.

1991 eröffnete Winkler seine „Residenz“ in Aschau, ein Luxus-Hotel mit Spitzenküche. Dort kochte er auf Sterne-Niveau weiter - und erfreute weiterhin so manchen prominenten Gaumen. So ließ der zurückgetretene bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) 2007 sein Kabinett von Winkler zum Abschied bekochen.

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Sternekoch Heinz Winkler von der "Residenz Heinz Winkler, Aschau" zeigt im Hotel Bayerischer Hof seinen Preis - er wurde im Rahmen der Gala "Großer Gourmet-Preis Bayern 2007" zum besten Koch Bayerns gewählt.

Sternekoch Heinz Winkler von der "Residenz Heinz Winkler, Aschau" zeigt im Hotel Bayerischer Hof seinen Preis - er wurde im Rahmen der Gala "Großer Gourmet-Preis Bayern 2007" zum besten Koch Bayerns gewählt.

Ehrung mit Bundesverdienstkreuz

Eckart Witzigmann sagte am Samstag laut Mitteilung, der Tod von Winkler habe ihn sehr getroffen. Mit der „Residenz“ in Aschau habe Winkler etwas Großartiges geschaffen und sei Teil der Kochgeschichte in Deutschland geworden. „Mein Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Mitarbeitern in Aschau und auch seinen Gästen. Die entstandene Lücke wird nur schwer zu schließen sein“, so Witzigmann.

Als „Klassizist der reinen Harmonielehre“ lobte ihn der Gastronomieführer Gault Millau 2007. Mit einem Menü in acht Gängen hatte Winkler damals 19 von 20 Punkten von den wegen ihrer strengen Urteile gefürchteten Fachleuten bekommen. „Er macht im Prinzip nichts anderes als die anderen ­ er macht es nur sehr viel besser und so wenig Aufhebens darum wie keiner“, urteilten diese damals.

Neben Koch-Sternen trug Winkler auch weitere Auszeichnungen: Als erster Küchenchef erhielt er nach Angaben der „Residenz Heinz Winkler“ das Bundesverdienstkreuz. 2006 wurde er außerdem zum „Hotelier des Jahres“ gekürt. Auch eine Rose wurde nach ihm benannt - eine weitere Gemeinsamkeit mit Eckart Witzigmann.

RND/hsc mit dpa

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