Airbus entwirft Quarantänezelt für Flugreisende mit Corona-Symptomen

Mit dem Paxcase von Airbus wäre die Isolation von potenziell infektiösen Flugreisenden möglich.

Mit dem Paxcase von Airbus wäre die Isolation von potenziell infektiösen Flugreisenden möglich.

Corona bestimmt nun schon den zweiten Sommer in Folge das Reiseverhalten – und wird Reisende wohl noch eine ganze Weile begleiten. Denn trotz Maskenpflicht, Temperaturkontrollen, negativen Corona-Tests oder dem Nachweis einer Impfung besteht immer noch die Möglichkeit, dass Passagiere während des Fluges Covid-Symptome entwickeln. Für diesen Fall hat der Flugzeughersteller Airbus nun ein Quarantänezelt entwickelt. Potenziell infektiöse Personen könnten darin von den anderen Flugreisenden isoliert werden.

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Die halbtransparente Plastikfolie namens Paxcase könnte im Notfall wie eine abnehmbare Plane um bis zu zwei Sitze gespannt und an der Decke mit starkem Klebeband fixiert werden; oder in einer festen Position in der Flugzeugkabine – auf einer Art Vorhangschiene – befestigt sein, sagte Ingo Wuggetzer, Vice President of Cabin Marketing bei Airbus, gegenüber „CNN Travel“. Beide Varianten wären möglich. Noch ist das Quarantänezelt fürs Flugzeug nur ein Konzept, das in der Kategorie „Clean and Safe Air Travel“ für den Crystal Cabin Award 2021 nominiert ist.

Die Jury überzeugt hat auch, dass das Modell platzsparend ist. Denn eigentlich müssten Airlines den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation zufolge einem infektiösen Reisenden einen Abstand von zwei Metern einräumen, um die Ausbreitung einer Corona-Infektion einzudämmen. Um dieser Regel vollständig zu entsprechen, müssten acht Sitzplätze auf jedem Flug gesperrt werden. Mit dem Quarantänezelt von Airbus müsste hingegen nur eine Sitzbank mit drei Sitzen blockiert werden.

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Airlines zeigen kein großes Interesse am Quarantänezelt

Ob sich der Flugzeughersteller mit seinem Konzept durchsetzt, bleibt abzuwarten – die virtuelle Verleihung findet im September 2021 statt. Ebenfalls fraglich ist das Interesse der Fluggesellschaften an dem Quarantänezelt. So berichtet der Wirtschaftsverband International Air Transport Association (IATA), dass „das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 beim Tragen einer Maske an Bord sehr gering ist“. Laut Wuggetzer würden Fluggesellschaften daher derzeit kein großes Interesse an dem Case zeigen. „Im Grunde will es niemand, und um ehrlich zu sein, glaube ich, dass es auch niemand benutzen will“, sagte er CNN.

Stattdessen würden sich die Fluggesellschaften darauf konzentrieren, das Flugerlebnis so berührungsfrei wie möglich zu gestalten. Sie seien wohl eher daran interessiert, Kabinenoberflächen mit antimikrobiellen Polituren zu beschichten.

RND/bv

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