Für die Hauptsaison 2022

Leiharbeitende aus der Türkei sollen Flughafenchaos abwenden

Chaos am Flughafen München

Wegen des Personalengpasses an den Flughäfen in Deutschland könnte es zu langen Warteschlangen kommen.

Frankfurt/Berlin. Angesichts erheblicher Personalengpässe will die Luftverkehrsbranche 2000 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter aus der Türkei an deutschen Flughäfen einsetzen. Einen entsprechenden Vorschlag haben mehrere Branchenverbände dem Bundesarbeitsministerium unterbreitet, das rechtliche Hürden aus dem Weg räumen soll. Einen entsprechenden Anbieter aus Istanbul habe man bereits an der Hand, der noch vor den Sommerferien „qualifizierte deutschsprechende Beschäftigte“ vermitteln und nach Deutschland entsenden könne.

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In dem am Freitag bekanntgewordenen Schreiben, das dpa vorliegt, heißt es: „Im Bereich der Bodenverkehrsdienste besteht eine Personalunterdeckung von 2000 Beschäftigten. Eine Möglichkeit, diesen Personalbedarf kurzfristig zu decken, sehen wir in der Rekrutierung von Arbeitskräften aus dem Ausland.“ Die Arbeitskräfte aus der Türkei sprächen Deutsch auf A2-Niveau und verfügten zudem über zertifizierte Gefahrgutschulungen, die den Ansprüchen des Airline-Verbandes IATA genügten. Sie erfüllten zudem die Vorgaben der deutschen Zuverlässigkeitsüberprüfungen.

Flughäfen wollen Leiharbeiter engagieren: So soll es ablaufen

In der Konstruktion solle ein etablierter deutscher Flughafendienstleister die Arbeitskräfte entleihen und nach Bedarf an die Flughäfen verteilen, schlagen die Verbände vor. Ein weiteres Problem soll das Ministerium beseitigen, indem auf die eigentlich fällige Einzelfallprüfung verzichtet werden solle, ob für diese Arbeitsplätze nicht auch inländische Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stehen. Man wisse aus vielfacher Erfahrung, dass dies nicht der Fall sei und bitte daher um eine pauschale Lösung.

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Der Vorstoß wird unter anderem vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, dem Flughafenverband ADV, den kommunalen Arbeitgeberverbänden sowie dem Arbeitgeberverband der Bodenverkehrsdienstleister (ABL) unterstützt.

RND/dpa

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