Kurz nach Corona-Öffnung

„The Beach“ in Thailand wegen Überfüllung schon wieder geschlossen

Die Maya Bay konnte sich durch dreieinhalb Jahre Schließung erholen – doch nun müssen die Korallen wieder geschützt werden.

Die Maya Bay konnte sich durch dreieinhalb Jahre Schließung erholen – doch nun müssen die Korallen wieder geschützt werden.

Thailands wohl berühmtester Strand muss nur wenige Wochen, nachdem sich das Land nach der Corona-Pause wieder vollständig für den Tourismus geöffnet hat, wegen Overtourism wieder schließen.

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Erst im Januar nach dreieinhalb Jahren Pause wieder eröffnet, wird Maya Bay bis mindestens Ende August gesperrt, kündigte die thailändische Regierung laut dem Thailand-Magazin „The Thaiger“ an. Doch ob die Bucht danach wieder öffnet ist unklar. Das Ökosystem soll die Chance bekommen, sich vom Massentourismus der vergangenen Monate zu erholen, damit keine irreparablen Schäden entstehen.

Lockdown an „The Beach“: Haie kehren nach Maya Bay zurück

Der aus dem Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio bekannt gewordene Strand Maya Bay auf dem Phi-Phi-Archipel in Krabi zieht bereits seit Jahren Millionen von Touristen und Touristinnen an. Von Juni 2018 bis zum Anfang Januar 2022 war die Maya Bay für Reisende gesperrt, damit das fragile Ökosystem sich wieder erholen konnte.

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Meeresbewohner, die die Riffe vor Maya Bay aufgrund des Touristenansturms mit den Jahren verlassen hatten, kehrten zurück, etwa der Schwarz­spitzen­hai. Rund 160 Exemplare sollen inzwischen wieder rund um Maya Bay leben, so „The Thaiger“. Zunächst war geplant, die Bucht nur vier Monate zu sperren, doch weil die Maßnahme Erfolge zeigte, wurde die Schließung immer wieder verlängert.

Wegen der massiven Umweltschäden, die der Touristenansturm verursachte, verhängte die thailändische Regierung 2018 ein Besuchsverbot. Nun wird die Bucht wieder geöffnet.

Ein zu beliebter Traumstrand: Maya Bay in Thailand wird wegen Massentourismus auch 2022 wieder für zwei Monate geschlossen.

Naturschutz-Maßnahmen reichten nicht aus

Doch nur wenige Monate, nachdem der Tourismus nach der Corona-Pandemie in Thailand wieder angelaufen ist, ist erneut ein Einschreiten notwendig – trotz aller Bemühungen der thailändischen Regierung, die Korallenriffe um die Bucht mit den malerischen Kalksteinfelsen zu schützen.

So dürfen seit diesem Jahr Reisende die Bucht nur noch auf dem Landweg und nicht mehr über das Meer betreten. Auch das Schwimmen im kristallklaren warmen Wasser der Andamanensee ist an dieser Stelle untersagt. Zuvor war es sehr beliebt, mit den berühmten Longtailbooten nach Maya Bay überzusetzen. Die Schiffsführer wiederum warfen ihre Anker einfach ins Meer und beschädigten damit das Korallenriff.

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Maya Bay in Thailand: „The Beach“-Traumstrand könnte teurer werden

Seit Wiedereröffnung von „The Beach“ sind etwa 100.000 Reisende nach Maya Bay gekommen. Nur noch 380 Menschen dürfen Maya Bay pro Öffnungsstunde besuchen, doch das reicht offenbar nicht, um die Korallen nachhaltig zu schützen. Zu Spitzenzeiten waren täglich mehr als 6000 Menschen gekommen, in diesem Jahr waren maximal 3000 erlaubt.

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Wie das Reisemagazin „Travel Off Path“ berichtet, haben Reisende zudem nur noch bis einschließlich Juli Zeit, Maya Bay zum aktuellen Preis von 400 Baht, rund 11 Euro, zu besuchen, da das thailändische Ministerium für Ressourcen und Umwelt beabsichtigt, die Zutrittspreise zu erhöhen.

RND/msk

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