Überdurchschnittlicher Niederschlag

Naturwunder verschwindet: „Pink Lake“ im Senegal verliert seine Farbe

Der Retba-See im Senegal ist nicht nur eine Attraktion für Reisende, sondern mit seinem hohen Salzgehalt auch Lebensgrundlage für viele Menschen.

Der Retba-See im Senegal ist nicht nur eine Attraktion für Reisende, sondern mit seinem hohen Salzgehalt auch Lebensgrundlage für viele Menschen.

Senegal bangt um eine beliebte Touristenattraktion: den Lake Retba. Wegen überdurchschnittlich starker und langer Regenfälle im September gehen die außergewöhnliche rosa Färbung und der hohe Salzgehalt des Sees derzeit verloren. Das berichtet unter anderem das Nachrichtenportal „Al Jazeera“.

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Algen sorgen für besondere Färbung

Der durch einen Dünenstreifen vom Atlantik getrennte See liegt rund 35 Kilometer von Senegals Hauptstadt Dakar entfernt. Seine Färbung erhält er durch eine besondere Algenart, die ein rotes Pigment produziert. Der Lake Retba zählt zu den meistbesuchten Stätten des Landes und wird sogar als Unesco-Weltkulturerbe in Betracht gezogen. All das ist durch die heftigen Regenfälle nun in Gefahr.

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Betreibende von Restaurants in der Nähe des Sees und Bootsverleiher müssen um ihre Existenz fürchten. Denn ein grauer „Pink Lake“, wie der See auch genannt wird, wird keine Urlauberinnen und Urlauber mehr anziehen. Auch der geringere Salzgehalt im See wirkt sich negativ aus: „Was die Besucher ansprach, war das Gefühl, aufgrund des Salzgehalts auf der Oberfläche des Sees zu schweben. Derzeit ist das nicht möglich“, so Abdou Seye Dieng, Betreiber eines Campingplatzes an der Küste, gegenüber „Al Jazeera“.

Tausende Menschen leben vom See

Angst um ihre Zukunft müssen auch die Menschen haben, die von der Salzgewinnung leben – diese ist wegen der Überschwemmungen in den vergangenen Wochen kaum noch möglich. Die Wassermassen haben bereits Salzberge im Wert von mehreren Tausend Dollar mitgerissen.

Nach Angaben des Nachrichtenportals verdienen insgesamt mehr als 3000 Menschen ihren Lebensunterhalt mit dem See. Darunter Hunderte von Tauchern, die manuell Salz vom Grund des Sees harken und jährlich etwa 38.000 Tonnen produzieren.

RND/jaf

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