Nach dem Dürresommer

Wo Waldbrände noch lodern und den Herbsturlaub beeinflussen

Südwestfrankreich: Im Département Gironde kommt seit Juli immer wieder zu Bränden.

Südwestfrankreich: Im Département Gironde kommt seit Juli immer wieder zu Bränden.

Zahlreiche Waldbrände haben im Sommer 2022 weltweit Hunderttausende Hektar Wald zerstört – immer wieder waren auch Urlaubsorte betroffen. Und obwohl Regenfälle mancherorts die Lage verbessert haben, gibt es weiterhin aktive Brände.

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In Frankreich flammt es in den Wäldern immer wieder auf. Seit Montag brennt es in Südwestfrankreich im Département Gironde an mehreren Orten. Mehr als 500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, als südlich von Bordeaux ein Feuer um sich griff. Mehr als 3200 Hektar Wald seien in der Region bereits zerstört worden, wie die Präfektur des Départements Gironde mitteilte. Mehrere Radwege der Süd-Gironde bleiben bis zum 31. Januar 2023 gesperrt. Darunter der RD802 und RD805.

Bis auf Weiteres geschlossen bleibt auch der Radwegabschnitt RD804E1 entlang des Gebiets La Teste-de-Buch. Ab Mitte Juli wüteten nahe der Stadt an der Dune du Pilat zwei riesige Waldbrände, durch die mehr als 36.000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden mussten. Darunter auch etwa 6000 Touristinnen und Touristen, die auf Campingplätzen an der berühmten Düne von Pilat Urlaub machten. Die Sehenswürdigkeit ist aber inzwischen wieder begehbar.

Frankreich, Spanien, Portugal, Italien – brennt es im Herbst?

Auch in Spanien, Portugal, Italien, Deutschland und Polen kommt es noch immer zu Bränden, wie eine Karte der Nasa zeigt. Große Feuer gibt es derzeit jedoch keine. Bis vor wenigen Tagen brannte es auch im Harz, mehr als eine Woche wütete das Feuer unterhalb des Brockengipfels. Solange war das Gebiet rund um den Brocken für Besucherinnen und Besucher gesperrt. Seit dem vergangenen Wochenende gilt es als gelöscht. Am Dienstag, 13. September, haben die Harzer Schmalspurbahnen den Zugbetrieb auf dem Streckenabschnitt zwischen Drei Annen Hohne und dem Brocken wieder aufgenommen.

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Mit Einzug des Herbstes und einigen Niederschlägen sollte das Schlimmste in Europa allerdings laut Experten des Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienstes vorüber sein. Nun blicken sie gen USA, Südamerika und Kanada.

Kanada: Campingplätze im Jasper-Nationalpark schließen

In Kanada müssen Campingplätze im Jasper-Nationalpark wegen Waldbränden bis mindestens 26. September schließen. Wegen der Buschfeuer ist der Nationalpark derzeit ohne Strom. Die Straßen und das Columbia Icefield seien zwar nicht geschlossen, dennoch werden Urlauberinnen und Urlauber darum gebeten, den Jasper-Nationalpark zu meiden, so die Parkverwaltung. 5900 Hektar seien den Flammen bereits zum Opfer gefallen. Das ganze Land ist gegenwärtig von Hunderten Bränden schwer betroffen.

In den USA wüten die Flammen derzeit im Norden. Alaska hat seit Jahresbeginn einen Verlust von 1,26 Millionen Hektar Brandflächen zu beklagen. Besonders dramatisch sieht es aber gerade im Amazonasgebiet aus. Allein mit Beginn der Waldbrandsaison im August wurden in diesem Monat über 31.500 Brände aus dem All beobachtet, teilte das brasilianische Weltraumforschungsinstitut INPE mit. Es sei der höchste Wert im August seit dem Jahr 2010.

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Waldbrände im Urlaubsland: Können Reisende ihren Urlaub kostenfrei stornieren?

Reisende, die ihren Urlaub erst in einigen Wochen antretet, sollten abwarten, wie sich die Brände am Urlaubsort entwickeln. Aus reiner Angst vor Waldbränden ist kein kostenloser Rücktritt möglich. Nur wenn sich die Brände in unmittelbarer Nähe zum Urlaubsort befinden und konkrete Beeinträchtigungen wie Ascheregen oder Evakuierung bestehen, können sich Pauschalreisende nur auf außergewöhnliche Umstände berufen, so Reiserechtsanwalt Paul Degott gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Individualreisende müssen sich an die Vertragsbedingungen ihres Fluges sowie der gebuchten Unterkunft halten. Meist gilt: Wird ein Flug durchgeführt und steht eine Unterkunft zur Verfügung, kann nicht gebührenfrei storniert werden.

RND/bv

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