Venedig-Touristin posiert halb nackt für Fotos vor Denkmal – Stadtverbot und Geldstrafe

Ein Vaporetto (Wasserbus) fährt auf dem Canal Grande.

Ein Vaporetto (Wasserbus) fährt auf dem Canal Grande.

Venedig. Reisende, die sich danebenbenehmen, sind in Venedig keine Seltenheit. Die Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner sind so einiges gewohnt, und trotzdem konnte eine tschechische Touristin am vergangenen Freitag in puncto ignorantes Verhalten einen neuen Maßstab setzen.

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Wie „CNN Travel“ berichtet, wurde die Frau von einem Anwohner dabei erwischt, wie sie für Fotos oberkörperfrei neben der Statue einer ermordeten Partisanin posierte und diese dabei imitierte. Das Denkmal, das sich vor dem Giardini della Biennale am Kanalufer befindet, ist den Frauen gewidmet, die im Faschismus ihr Leben im Kampf für die Freiheit verloren.

Touristin muss 460 Euro Strafe zahlen

Die verständigten Polizeibeamten nahmen die Frau fest, sie muss eine Geldstrafe von 480 Euro zahlen. Außerdem verhängten sie ein 48-stündiges Stadtverbot gegen die 30-jährige Touristin – die sich zwar entschuldigte, aber offenbar keiner Schuld bewusst war, wie die Onlinelokalzeitung „La Voce di Venezia“ schreibt.

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„Die Frau und ihre Freunde fragten: ‚Warum ist das ein Problem?‘ Sie hatten nicht die geringste Ahnung von dem, was sie da taten“, so Anwohner Mario Nason gegenüber „CNN“. Das sei, als würde man nach Rom gehen, in den Trevi-Brunnen springen und dann fragen, warum man das nicht dürfe.

Venedig muss bei Reisenden regelmäßig durchgreifen

Das Verhalten der Reisenden ist kein Einzelfall. Nur eine Woche zuvor zog sich ein Mann mitten in der Stadt bis auf die Unterhose aus, um anschließend in den Canal Grande zu springen. Letzten Sommer wurde ein Schotte der Stadt verwiesen, weil er nach einer durchzechten Nacht von der Accademia-Brücke in den Kanal gesprungen war.

Und im Jahr 2019 verbannte Venedig ein deutsches Ehepaar, weil es unter der Rialtobrücke auf einem Campingkocher Kaffee gekocht hatte. „Nur weil du den Drang hast, etwas zu tun, heißt das nicht, dass du es tun solltest“, sagt Anwohner Nason abschließend.

RND/jaf

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