Hamburg – die Hauptstadt des Ausdauersports

Der Sieger des Ironman, James Cunnama aus Südafrika – die trübe Sicht liegt am Kunstnebel, nicht am Hamburger Wetter.

Der Sieger des Ironman, James Cunnama aus Südafrika – die trübe Sicht liegt am Kunstnebel, nicht am Hamburger Wetter.

Hamburg. Hamburg ist die Hauptstadt des Ausdauersports: Nach Marathon, Triathlon und dem Radrennen Cyclassics ist am Sonntag auch die Premiere des Ironman gelungen. „Fantastisch. Heute hat alles gepasst - das Wetter, die Stimmung und die Leistungen“, sagte Hamburgs Sport- und Innensenator Andy Grote erfreut und ergänzte: „Wir haben mit dem Ironman ein Ausrufezeichen gesetzt und wollen dieses Format hier etablieren.“ Begeistert zeigten sich auch die Zuschauer. Sie hatten sich scharenweise an Alster, Rad- und Laufstrecke eingefunden und peitschten die häufig müde und entkräftet wirkenden Dreikämpfer nach vorn.

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Bewunderung erntete zuallererst Sieger James Cunnama, der die Distanz über 3,8 Kilometer Schwimmen in Binnen- und Außenalster, 182 Kilometer auf dem Rad und einem 42,195-Kilometer-Lauf in guten 8:00:36 Stunden zurücklegte. „Die Strecke ist super. Ebenso die Szenerie“, sagte der Südafrikaner, der auf der Zielgeraden auf dem Rathausmarkt von mehreren tausend Zuschauern begeistert empfangen worden war. Zweiter wurde der Darmstädter Horst Reichel (8:22:27) vor dem Koblenzer Markus Fachbach (8:25:36).

Bei den Frauen setzte sich nach 9:07:49 Stunden die 29 Jahre alte Darmstädterin Daniela Sämmler durch. Die Österreicherin Eva Wutti (9:23:35) wurde Zweite. Topfavorit Michael Raelert fehlte. Der seit dem Frühjahr in Hamburg lebende 36 Jahre alte Rostocker hatte zwei Tage vor dem Wettkampf seinen Start aus Krankheitsgründen abgesagt. Stars wie die Hawaii-Sieger Jan Frodeno oder Sebastian Kienle waren ebenfalls nicht dabei.

An Siegprämien waren 80.000 Dollar ausgelobt worden. Zudem diente Hamburg als Qualifikations-Station für die Weltmeisterschaft auf Hawaii am 14. Oktober. „Ich bin superglücklich“, sagte Björn Steinmetz, Geschäftsführer des Ironman Germany. Und das, obwohl Cunnama mit seinem Sieg den Deutschen das Heimspiel verdorben hatte.

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„Das ist eine Weltklassezeit von James, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Radstrecke zwei Kilometer länger ist als üblich und auch die Wechselzone am Ballindamm sehr lang ist“, meinte Steinmetz. Großes Lob spendete er den Hamburgern. „Was morgens beim Schwimmstart um 6.40 Uhr schon los gewesen ist, das war beeindruckend. Und an der Laufstrecke standen die Leute später in Dreier- und Viererreihen. Hamburg kann stolz sein auf diese Premiere.“

Während die Topathleten in ihre Hotels zurückkehrten, waren noch etliche der 2500 gemeldeten Hobbyathleten auf der Laufstrecke unterwegs. Für Betreuer, Sicherheitskräfte, Wettkampfgericht und Zuschauer wurde es ein langer Tag. Das Ziel auf dem Rathausmarkt wurde bis 23 Uhr offengehalten. Die Eisenharten waren eben nicht nur die Dreikämpfer.

Von RND/dpa

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