2. Handball-Bundesliga

Empor Rostock: Wetzel überragender Mann beim 32:32 in Konstanz

Starker Rückhalt beim Spiel in Konstanz: Empor-Torhüter Robert Wetzel.

Starker Rückhalt beim Spiel in Konstanz: Empor-Torhüter Robert Wetzel.

Konstanz/Rostock. Da war mehr drin für den HC Empor: Nach einem umkämpften Zweitligaduell mit vielen Führungswechseln trennten sich die Rostocker Handballer am Freitagabend mit einem 32:32- (17:18) Unentschieden von der HSG Konstanz.

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Die Szenen, die beide Teams nach der Schlusssirene lieferten, spiegelten ihre (Un-)Zufriedenheit: die Konstanzer tanzten, ließen sich von den 1700 Fans in der Schänzle-Halle feiern. Die Rostocker hingegen waren ganz schnell in den Katakomben der Arena verschwunden.

Für die Gastgeber war es ein Punktgewinn. Für Empor war es von außen betrachtet vor allem ein Punktverlust. Denn der Sieg war greifbar: 65 Sekunden vor Spielende führte die Rostocker Sieben mit 32:31, war in Ballbesitz und obendrein in Überzahl. Doch der Angriff misslang. Tristan Staat deutete das Endergebnis dennoch positiv: „Das war echt intensiv. Wir haben gekämpft, aber viele Fehler gemacht. Am Ende ist das Ergebnis gerecht. Ich sehe es als einen Punktgewinn für uns“, meinte der 32-jährige Interimscoach.

Statistik

HSG Konstanz: Ebert, Grabenstein – Stotz 1, Czako, Foege 5, Michelberger 3, Thomann 2, Erifopoulos, Mauch 2, Beckmann 2, Wendel 6, Ingenpass, Köder 7/3, Knezevic 2, Hutecek 2.

Empor Rostock: Wetzel, Mehler – Sveinnsson 8, Steidtmann 3/3, Ottsen 5, D. Mehler, Wilhelm 3, Witte 2, Asmussen 3, Demzera 1, Funke , Vignisson 2, Thümmler 2, Lößner 3.

Siebenmeter: HSG 3/3 / HCE 3/3 . Strafminuten HSG 14 / HCE 12.

Zuschauer: 1400.

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Spieler und Trainer der Rostocker Mannschaft hatten vor dem Anwurf ihre Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht, von der mit 1000 Kilometern längsten Auswärtstour etwas Zählbaren mit nach Hause nehmen zu wollen. Zudem hatten viele Akteure des Nord-Klubs noch die Schmach der Aufstiegsrelegation aus dem Sommer 2019 im Hinterkopf. Damals hatten sich die Konstanzer durchgesetzt und Empors-Aufstiegstraum zerstört.

Kein schönes Spiel, aber ein umkämpftes

Alles deutete auf ein umkämpftes Abstiegsduell – und das war es auch. Die Rostocker legten gut los. Die offensive 4:2-Abwehr stand anfangs stabil und hielt die Süddeutschen auf Distanz zum Tor. Nach Balleroberungen drückte der HCE aufs Tempo. Mit einem Doppelschlag markierte Jonas Ottsen erst das 4:4 (7. Spielminute) und dann die Führung. Das sah recht ordentlich und verheißungsvoll aus. Denn die Staat-Truppe spielte weiter engagiert auf und setzte sich immer wieder in 1:1-Situationen gegen die Gastgeber durch. Alexej Demzera markiert in Unterzahl die 12:9-Führung.

Und es kam noch besser, weil die Rostocker gierig und entschlossen in Abwehr und Angriff blieben. Nach einem schönen Anspiel an den Kreis setzte Jonas Thümmler seine 108 Kilo am Kreis in Szene und erhöhte im Kellerduell auf 14:10. Fünf Minuten vor der Pause schraubte Ottsen den Vorsprung beim 15:10 weiter hoch.

Empor mit Schwächephase vor der Pause

Doch es folgte eine Schwächephase mit plötzlich leichtfertigen Rostocker Ballverlusten. Zudem parierte HSG-Schlussmann Leon Grabenstein mehrfach glänzend. Die Konstanzer spielten sich in einen kleinen Rausch. Die Halle war wieder wach und der Empor Vorsprung schmolz. Beim 15:15 war er aufgebraucht. Und mit einem Heber besorgte HSG-Mann Lukas Köder die Halbzeitführung. Das war ein bitterer und unnötiger Leistungsabfall, den die Aufsteiger-Truppe vom Bodensee bestrafte.

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Und die HSG kam mit gleichem Schwung aus der Kabine, machte zwei Treffer in Folge. Nun rannte Empor einem drei-Tore-Rückstand hinterher. Die Partie hatte zwar wenig Klasse. Sie lebte aber von der Spannung und dem Kampfgeist, der auf beiden Seiten deutlich sichtbar war.

Rostocker ließen sich nicht hängen

Lobenswert: Die Rostocker ließen sich nicht abschütteln. Nach dem Treffer von Sveinn Sveinnsson waren sie 20 Minuten vor dem Ende wieder voll im Geschäft. Der Isländer bretterte den Ball zum 22:22-Ausgleich in die Maschen. Keine 60 Sekunden später eroberte Richard Lößner vom Kreis die Führung zurück.

Es folgte die One-Man-Show von Torhüter Robert Wetzel. Der 32-Jährige, der nach dem Seitenwechsel eingewechselt worden war, parierte mehrfach überragend und sorgte dafür, dass seine Mannschaft mit einem kleinen Polster in die heiße Phase des Spiels ging. Bitter, dass er seine starke Leistung nicht krönen konnte: nach Ablauf der regulären Spielzeit kam Wetzel beim Siebenmeter von Lukas Köder nicht an den Ball und musste das 32:32 hinnehmen.

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