Handball Landesliga

Stralsunder HV bringt Schweriner Aufstiegsplan ins Wanken

Peggy Hannawald erzielte beim 28:25 gegen Grün Weiß Schwerin II vier Tore. 

Peggy Hannawald erzielte beim 28:25 gegen Grün Weiß Schwerin II vier Tore.

Stralsund. Bei Abpfiff fielen sich die Handballerinnen des Stralsunder HV etwas ungläubig, aber überglücklich, in die Arme. Der 28:25-(14:11)-Sieg gegen die zweite Mannschaft vom SV Grün Weiß Schwerin hatte den Spielerinnen alles abverlangt. „Das ist richtig emotional, wenn man merkt, was wir hier als Mannschaft hinlegen – das war unglaublicher Kampfgeist“, freute sich SHV-Spielerin Peggy Hannawald.

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Der Sieg im ersten Spiel der Meisterrunde der Landesliga bedeutet nicht nur Platz zwei in der Vierergruppe – die Stralsunderinnen haben den Schwerinerinnen fast jede Hoffnung auf den anvisierten Aufstieg genommen. Um das große Saisonziel zu sichern, hatte das Team aus der Landeshauptstadt extra vier Spielerinnen aus dem Kader der Drittligamannschaft mit nach Stralsund geschickt. Gegen kämpfende und spielerisch bessere Gastgeberinnen reichte das aber nicht. „Und wenn sie im Rückspiel mit sechs aus der Ersten auffüllen – wir können erhobenen Hauptes hinfahren und müssen uns sicher nicht verstecken“, gibt Hannawald vor.

Auf dem Feld entwickelte sich von Beginn an eine temporeiche Partie mit harter Gangart – kein Vergleich zu den Spielen in der Vorrunde. Durch eine starke Lisa Kadow im Tor und eine bessere Chancenverwertung konnte sich der SHV Stück für Stück absetzen. Die 14:11-Halbzeitführung war verdient und wurde nach dem Seitenwechsel immer weiter ausgebaut. Beim 20:14 nach knapp 40 Minuten wirkte es so, als wäre die Gegenwehr der Schwerinerinnen gebrochen. Doch mit einer offensiven Manndeckung verunsicherten sie die SHV-Akteurinnen und robbten sich Tor für Tor ran. „Das ist eine Schwäche, die wir schon in den letzten Spielen immer wieder gezeigt haben. Wir schaffen es dann aber immer, den Schalter noch einmal umzulegen und kriegen es hin, zu gewinnen“, sagt Hannawald.

Knapp zwei Minuten vor dem Ende war beim 26:25 wieder alles offen, doch erst behielt Nele-Franka Fischer vom Siebenmeterpunkt die Nerven, nach einem Ballgewinn machte Hannawald mit ihrem vierten Tor kurz vor Schluss endgültig den Deckel auf die Begegnung. Mit 4:2 Punkten steht der SHV in der Meisterrunde punktgleich mit Tabellenführer Stavenhagen auf dem zweiten Platz. Der SVS, der als Sieger der Oststaffel in die Meisterrunde einzog, überrollte den Schwaaner SV mit 28:14 (11:4). Die Schwerinerinnen, die 0:4 Punkte aus den Vorrundenduellen mit Schwaan mit in die Finalrunde genommen haben, stehen am Ende der Tabelle und haben nur noch theoretische Chancen auf den erhofften Aufstieg.

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Von Niklas Kunkel

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