So wird Mick Schumacher für die Formel 1 aufgebaut

Erweitert ständig seine Trophäensammlung: Mick Schumacher.

Erweitert ständig seine Trophäensammlung: Mick Schumacher.

Monaco. Die erste Runde auf dem Stadtkurs von Monaco ist Mick Schumacher schon in einem Rennauto gefahren. Zwar (noch) nicht in einem aktuellen Modell, sondern mit dem ehemaligen Formel-1-Star David Coulthard in einem Oldtimer von 1902. „Man glaubt es kaum, aber so sahen Rennautos früher aus! Der Mercedes Simplex ist fast 100 Jahre älter als ich, und die Fahrt durch Monaco war fast wie mit einem F1-Auto“, schrieb Schumacher junior auf Facebook.

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Dass der Werbefilm von Mercedes im Umfeld des wichtigsten Rennens des Jahres auftaucht, ist sicher kein Zufall. Genauso wie Schumachers Teilnahme am Fußball-Benefizspiel der „Nazionale Piloti“ vor dem Monaco-Grand-Prix. Früher war Papa Michael mit von der Partie, jetzt hat der 18-jährige Mick seinen Platz eingenommen.

Mick Schumacher darf das Mercedes-Team bei einigen Grand Prix begleiten

Es ist offensichtlich, dass der Sohn des Rekordweltmeisters für seinen Einstieg in die Königsklasse des Motorsports aufgebaut wird. In diesem Jahr darf er das Mercedes-Team bei einigen Grand Prix begleiten. „Man kann sich einiges von der Formel 1 abschauen und Tipps abholen von dem einem oder anderen Fahrer“, sagte Mick Schumacher der „Auto Bild Motorsport“.

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Papa Michael hat in Monaco fünfmal triumphiert. Keine Frage, dass Mick irgendwann auch um Siege fahren soll. „Wenn du genug Erfahrung und Speed hast, den du den Teams in der Formel 1 anbieten kannst, dann wird sich in Zukunft auch etwas ergeben“, sagt er.

Im Hintergrund ziehen seine Familie und Managerin Sabine Kehm die Fäden. „Mick macht das perfekt, er geht unbeirrt seinen Weg, lässt sich nicht unter Druck setzen und nimmt sich die Zeit, die es braucht, um ein kompletter Rennfahrer zu werden“, hatte Kehm jüngst zum RedaktionsNetzwerk Deutschland gesagt.

Die Strategie: In den vergangenen Jahren wurde Schumacher junior als Rennfahrer vor der Öffentlichkeit abgeschirmt. Seit gut zwei Monaten ist er 18 und wird nun an seine künftigen Verpflichtungen in der Öffentlichkeit herangeführt. Er bewegt sich ganz selbstverständlich in der Welt der Stars. „Mick ist ein gut erzogener, hübscher und bescheidener Kerl, der mich persönlich schon sehr an seinen Vater erinnert hat“, teilte Thomas Gottschalk neulich in der „Bild“ mit.

Die Formel 3 als Kaderschmiede für Formel-1-Weltmeister

Motorsportlich steht in diesem Jahr die Formel 3 bei Mick Schumacher auf dem Plan. Jene Klasse, die als Kaderschmiede der Formel-1-Weltmeister gilt. „Formel-1-Weltmeister zu werden ist für mich schon das ultimative Ziel“, sagt er. In der Formel 3 schwimmt er in seinem Rookie-Jahr nur mit. In der Gesamtwertung der Talentserie ist er Sechster. Nicht nur beim Überholen erinnert Mick Schumacher jedoch an seinen Vater. Und der berühmte Name wird ihm beim Einstieg in die Formel 1 ganz sicher helfen.

„Die Teams, die ich beobachte, sind Mercedes und Ferrari wegen der Historie“, sagt der Youngster zur „Auto Bild Motorsport“. Und die Topteams der Szene sind höchst interessiert – schließlich ist die Story unschlagbar. „Wenn er sich in dieser Formel 3 gut schlägt, werden viele Teams davon Notiz nehmen. Und eines davon wird Mercedes sein“, sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Massimo Rivola verfolgt als Leiter der Ferrari Driver Academy ebenfalls intensiv die Entwicklung des talentierten Youngsters mit dem berühmten Namen: „Würde er sich für die Ferrari-Akademie entscheiden, würde ihm der rote Teppich ausgerollt werden.“

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Von Lars Becker

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