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Wirtschaftsmagazin

Gesetzliche Erleichterungen für das Kfz-Handwerk gefordert

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Die Förderung öffentlicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sollte unter Einbeziehung künftiger Leistungserhöhungen der Ladeeinrichtungen deutlich attraktiver für Privatunternehmen gestaltet werden. F.: OZ Archiv

Mit einem fünfseitigen Forderungskatalog macht der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) die Positionen der überwiegend kleinen und mittelständischen Autohäuser und Werkstätten gegenüber einer zukünftigen Bundesregierung deutlich. „Unsere Betriebe sind die Garanten für individuelle Mobilität. Gerade in der Corona-Pandemie stellen sie ihre hohe Bedeutung einmal mehr unter Beweis“, betont ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. Umso weniger nachvollziehbar seien daher Verkaufsverbote und -beschränkungen für Autohandelsbetriebe, die sich wirtschaftlich verheerend ausgewirkt haben und zum Teil noch auswirken. „Daher fordern wir von der zukünftigen Bundesregierung, diesen Belastungen durch gesetzliche Erleichterungen Rechnung zu tragen“, so Karpinski.Ebenso wichtig sei es, den Rechtsrahmen für ein eigenverantwortliches unternehmerisches Handeln der Autohäuser und Kfz-Werkstätten zu stärken. Dazu gehöre auch der Schutz vor dem Missbrauch überlegener Marktmacht durch die Automobilhersteller.Ein weiterer Punkt im Forderungskatalog betrifft den Zugang zu Wartungs- und Instandsetzungsinformationen der Automobilhersteller. Dieser müsse offen und diskriminierungsfrei möglich sein, so dass markengebundene wie nicht markengebundene Kfz-Betriebe auch in Zukunft an sämtlichen Fahrzeugen arbeiten können.

ZDK wendet sich mit Forderungskatalog an Bundesregierung

Ein Kernpunkt der ZDK-Forderungen ist, den Reformprozess der digitalen Fahrzeugzulassung um- und durchzusetzen. Die Corona-Pandemie habe verdeutlicht, wie die hier ausbleibende Digitalisierung Vorgänge wirtschaftsschädigend verlangsame.

Die Eindämmung des Klimawandels zählt auch für den ZDK zu den größten Herausforderungen der Gegenwart. „Das Kraftfahrzeuggewerbe ist bereit, hierzu seinen Beitrag zu leisten“, sagt der ZDK-Präsident. Neben der Elektromobilität seien jedoch sämtliche alternativen, CO2-schonenden Antriebsarten für das Erreichen der Klimaschutzziele gleichberechtigt in die Förderung einzubeziehen. „E-Fuels und Biokraftstoffe können die Emissionen bestehender Fahrzeugflotten in kurzer Zeit senken. Nur mit der tatsächlichen Umsetzung der Technologieneutralität kann eine bezahlbare, individuelle Mobilität langfristig gewährleistet werden“, so Jürgen Karpinski. ZDK

Mehr Infos: www.kfzgewerbe.de