Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Anzeige
WOHN(T)RÄUME

Dämmen rechnet sich

Dämmen rechnet sich Bildunterschrift anzeigen Bildunterschrift anzeigen

Angesichts hoher Energiepreise amortisiert sich das energetische Sanieren noch schneller. Foto: djd/IVH/Felix Scholz

Bei hohen Energiekosten amortisiert sich das SANIEREN noch schneller

Bis zu einem Drittel der Wärmeenergie geht in schlecht oder gar nicht gedämmten Altbauten über die Fassade laufend nach außen verloren. In der Folge muss nachgeheizt werden, Energieverbrauch, Kosten und Emissionen klettern in die Höhe. Ein effektiver Wärmeschutz für die Gebäudehülle zählt daher zu den ersten und wichtigsten Maßnahmen, um weiter steigenden Energiekosten entgegenzuwirken. Zusätzlich zu den Einsparungen können Hauseigentümer bei selbst genutztem Wohnraum weiterhin staatliche Fördermittel nutzen, was das Sanieren noch attraktiver macht.

Energetische Amortisation in wenigen Monaten

Die fachgerechte Dämmung der Fassade ist ökologisch ebenso wie finanziell ein Gewinn. Dieses Fazit zur Wirkung einer energetischen Modernisierung zieht das Forschungsinstitut für Wärmeschutz e. V. München (FIW) in einer aktuellen Studie aus dem Jahr 2022. Die Kohlendioxid-Emissionen, die etwa bei der Herstellung von grauem EPS, einem gängigen Dämmmaterial, entstehen, haben sich in der Nutzung bereits nach fünf bis acht Monaten amortisiert.

Ebenso ist die Herstellungsenergie innerhalb weniger Monate wieder eingespart. Zu diesem Schluss kommen die Wissenschaftler nach der Auswertung aktueller Umweltproduktdeklarationen der Dämmstoffe. ,,Da eine moderne Dämmung buchstäblich ein Hausleben lang hält, fällt die energetische, ökologische und ökonomische Bilanz entsprechend positiv aus", unterstreicht Serena Klein, Sprecherin der Geschäftsführung des Industrieverbands Hartschaum e. V. (IVH).

Planung und Dämmung durch Fachhandwerker

Als Voraussetzung für eine dauerhaft wirksame Dämmung gilt, dass die Sanierung von erfahrenen Fachbetrieben geplant und ausgeführt wird. Energieberater begleiten den Prozess zusätzlich und können einen individuellen Sanierungsfahrplan aufstellen, der exakt für die vorhandene Bausubstanz passende Empfehlungen abgibt. Damit sind aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Zuschüsse von bis zu 25 Prozent der Gesamtinvestitionen möglich.

Die Dämmung mit Hartschaum wie expandiertem Polystyrol (EPS) zählt zu den seit mehreren Jahrzehnten bewährten Verfahren. Das Material verbindet eine hohe Dämmleistung mit leichter Verarbeitbarkeit und geringem Gewicht - das ist gerade für die Altbausanierung wichtig. Zudem ist das Material sehr langlebig, sicher und dank heutiger Technik auch nach Jahrzehnten der Nutzung anschließend recycelbar. djd