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WOHN(T)RÄUME

Stroh & Co. - Vorteile schlagen Vorurteile

Stroh & Co. - Vorteile schlagen Vorurteile Bildunterschrift anzeigen Bildunterschrift anzeigen

Professionell verarbeitet wird Stroh zum tragenden Baustoff. Foto: zimmerei-treibholz.de/Tim Carloff/BHW

Mit der STROHBAURICHTLINIE von 2019 sind Bedenken gegen Strohballenhäuser zum Beispiel bezüglich Brandgefahr, Feuchtigkeit und Lebensdauer entkräftet worden. BHW beantwortet die wichtigsten Fragen

Besteht erhöhte Brandgefahr?

Loses Stroh ist leicht entflammbar. Beim Strohhaus werden jedoch Strohballen, also verdichtetes Stroh, genutzt. Durch die feste Pressung sind die Strohhalme von der Sauerstoffzufuhr abgeschlossen. Dadurch gilt das Material als "normal entflammbar" und darf nach der Landesbauordnung eingesetzt werden.

Was ist mit Schimmel und Feuchtigkeit?

Stroh ist zwar feuchtempfindlich. Doch im professionellen Bauverfahren wird darauf geachtet, dass das verwendete Stroh während der Bauphase vor Regen geschützt ist und die Strohwände professionell verputzt werden. So wird das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert.

Wie lange hält ein Strohballenhaus?

Das älteste Strohballenhaus steht in Nebraska und wurde 1903 erbaut. In Frankreich steht ein noch bewohntes Strohballenhaus aus dem Jahre 1921.

Wie ist die Wärmedämmung?

Hervorragend. Mit den Strohballen können Gebäude aller Dämmstandards gebaut werden - bis hin zum Effizienzhaus 40 (Plus) oder Passivhaus.

Ist ein Strohballenhaus teuer?

Zwar ist der Planungsaufwand und der Zeiteinsatz beim Bau, zum Beispiel durch Lehmverputzung höher, dafür ist das Stroh jedoch günstig bei Landwirtinnen und Landwirten in der Region zu erwerben. Im Allgemeinen spricht man von etwa zwei bis fünf Prozent Kostenersparnis gegenüber vergleichbaren Häusern anderer Bauarten. Dazu kommt das hohe Einsparpotenzial an Energie während der Nutzung.