0180-Anrufe dürfen keine Zusatzkosten verursachen

Wer bei einer 0180er-Nummer anruft, rechnet meist schon damit, dass es teuer werden kann.

Wer bei einer 0180er-Nummer anruft, rechnet meist schon damit, dass es teuer werden kann.

Luxemburg. Die Luxemburger Richter begründeten die Entscheidung am Donnerstag damit, dass zu hohe Telefongebühren bei 0180-Service-Nummern Verbraucher davon abhalten könnten, sich im Zusammenhang mit ihrem bestehenden Vertrag an ein Unternehmen zu wenden. Die Kosten dürfen demnach nicht höher sein als bei Telefonaten unter gewöhnlichen Festnetz- oder Mobilfunknummern.

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Hintergrund ist ein Verfahren am Landgericht Stuttgart. Dort ist der Online-Elektro-Händler Comtech angeklagt, der früher eine kostenpflichtige 01805-Service-Hotline geschaltet hatte. Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs wirft Comtech daher eine „unlautere geschäftliche Handlung“ vor.

Eine EU-Richtlinie soll Verbraucher eigentlich davor schützen, dass für einen 0180-Anruf viel höhere Kosten als für einen normalen Festnetzanruf anfallen. Doch in Deutschland herrscht Unklarheit, wie die Vorgabe auszulegen ist.

Deshalb fragte das Stuttgarter Gericht beim EuGH nach, wie die entsprechende EU-Verbraucherrechte-Richtlinie auszulegen ist. 0180-Nummern können in Deutschland bis zu 14 Cent pro Minute oder 20 Cent pro Anruf aus dem Festnetz kosten.

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Von dpa/RND

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