Apple löscht Programme aus China-App-Store

Eine chinesische Familie verlässt einen Apple-Shop in Peking.

Eine chinesische Familie verlässt einen Apple-Shop in Peking.

Peking. Apple hat Programme aus seinem chinesischen App-Store gelöscht, mit denen die strengen Internet-Sperren des Landes bisher umgangen werden konnte. ExpressVPN, einer der Anbieter der so genannten VPN-Tunnel, teilte in einer Stellungnahme mit, dass das kalifornische Technologieunternehmen die Software entfernt habe, weil sie gegen chinesische Gesetze verstoße. Auch die populäre Tunnel-App VyprVPN war am Sonntag nicht mehr in Apples China-Angebot verfügbar.

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Apple sorgte bereits Anfang des Jahres Ärger für Aufregung, als es auf Wunsch Pekings die Nachrichten-App der New York Times aus seinem Angebot in China löschte. Für den iPhone-Konzern ist die Volksrepublik nach den USA der wichtigste Markt.

VPN-Verbindungen täuschen andere Identität vor

Die chinesische Regierung hatte zuletzt angekündigt, die Regulierung der VPN-Programme verschärfen zu wollen. Jene Anwendungen – VPN bedeutet „virtuelles privates Netzwerk – bilden oft die einzige Möglichkeit, die Internetsperren des Landes zu umgehen. Der Vorteil der Verbindungen besteht in dem Fall in der Anonymität und Intransparenz im Netz. Meist bietet eine Software mehrere Standorte für den Benutzer an, sodass ein User aus China zum Beispiel eine deutsche oder amerikanische Identität erhält. Somit lassen sich unter anderem Webseiten besuchen, die für chinesische Nutzer aus rechtlichen Gründen gesperrt sind.

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Facebook und Twitter sind schon seit Jahren von der chinesischen Regierung gesperrt. Auch Google-Dienste oder die Videoplattform YouTube, viele internationale Medien oder Webseiten, die Pekings Politik kritisieren oder Menschenrechtsthemen ansprechen, werden blockiert. Zuletzt wurde auch die Nachrichten-App WhatsApp massiv gestört. Nutzer konnten zwar noch Textnachrichten senden, allerdings keine Fotos mehr.

Chinas eigene soziale Netzwerke werden derweil streng von den Zensoren überwacht. Kritische Artikel werden gelöscht, viele Suchbegriffe sind gesperrt.

Von RND/dpa

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