Coca-Cola will Zuckeranteil deutlich verringern

Fast 40 Stücke Würfelzucker stecken in einem Liter Coca-Cola.

Fast 40 Stücke Würfelzucker stecken in einem Liter Coca-Cola.

Berlin. Der US-Getränkeriese Coca-Cola hat bekräftigt, den Zuckeranteil seiner Produktpalette deutlich verringern zu wollen. Das Unternehmen wolle in Deutschland den Zuckeranteil des Sortiments bis zum Jahr 2020 um insgesamt zehn Prozent reduzieren, sagte Konzernchef James Quincey der „Welt am Sonntag“.

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Bereits im Februar hatte der europäische Branchenverband Unesda mit Unternehmen wie Coca-Cola und Pepsi angekündigt, den Zuckeranteil in den Produkten bis 2020 um zehn Prozent reduzieren zu wollen. Damit reagiere die Branche auch auf ein verändertes Konsumverhalten. Gesunde Alternativen gibt es inzwischen viele. Ob die wirklich besser sind, lesen Sie hier.

Quincey sagte der Zeitung, das Ziel sei ehrgeizig: "Das verlangt große Anstrengungen. Wir verändern Rezepte, setzen vermehrt auf kleinere Packungen und nicht zuletzt auf klare Produktinformationen für die Verbraucher." Zucker sei eine "Herausforderung für viele Gesellschaften". In zahlreichen Ländern gebe es Menschen, die übermäßig Zucker konsumieren, in Getränken wie in Lebensmitteln. Bereits vor gut einem Jahr führte die US-Ostküstenmetropole Philadelphia eine Zuckersteuer ein. Seitdem erhebt die Stadt eine Sonderabgabe für zuckerhaltige Getränke – darunter auch Coca-Cola.

Viele Lebensmittel sollen weniger Zucker enthalten

Coca-Cola befindet sich im Wandel. Der Konzern versucht schon länger, seine Produktpalette mit weniger zuckerhaltigen Getränken den veränderten Vorlieben der Verbraucher anzupassen. Im vergangenen Sommer testete die Stiftung Warentest 29 Colas. Die Ergebnisse finden Sie hier.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass nicht mehr als zehn Prozent des täglichen Energiebedarfs durch Zucker gedeckt werden sollten. In Deutschland seien es mehr als 13 Prozent, hatte das Ernährungsministerium erläutert.

Für eine gesündere Ernährung sollen in Deutschland neben Erfrischungsgetränken auch Tiefkühlpizzen, Müslis und andere Produkte nicht mehr so viel Zucker enthalten, daneben auch weniger Salz und Fette. Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) will dafür mit der Lebensmittelbranche bis Mitte 2018 freiwillige Ziele für geänderte Rezepturen erreichen.

Von RND/dpa/are

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