Existenzängste

Corona, Krieg und Fachkräftemangel – Unternehmen in MV sehen sich bedroht

Rostock: Ingo Schlüter (l-r), stellvertretender Vorsitzender des DGB Bezirk Nord, Lars Schwarz, Präsident des Dehoga Mecklenburg-Vorpommern e.V., und Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, unterhalten sich am Rande des Landesgipfels zur Energiekrise am Montag.

Rostock: Ingo Schlüter (l-r), stellvertretender Vorsitzender des DGB Bezirk Nord, Lars Schwarz, Präsident des Dehoga Mecklenburg-Vorpommern e.V., und Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, unterhalten sich am Rande des Landesgipfels zur Energiekrise am Montag.

Schwerin. Die Vereinigung der Unternehmensverbände in Mecklenburg-Vorpommern (VUMV) hat vor einer bedrohlichen Gesamtlage für die Betriebe im Land gewarnt. Der russische Angriffskrieg belaste die Wirtschaft vor allem durch die Preissprünge im Energiesektor. „Belastbare Preiskalkulationen sind nicht mehr möglich, zunehmende Planungsunsicherheit stellt sich ein, die Angst vor der Insolvenz greift immer mehr um sich“, beschrieb Arbeitgeberpräsident Lars Schwarz die Lage anlässlich des VUMV-Jahresempfangs am Dienstag. Die Existenzangst sei jetzt viel realer als zuvor. Er forderte vom Bund daher weitere Entlastungspakete, vor allem um dringend benötigte Liquidität bei den Unternehmen sicherzustellen.

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Die Pandemie werde durch den Krieg in der Ukraine zwar überlagert, sagte Schwarz. Er betonte aber auch: „Viele Branchen im Land haben die Verluste aus zweieinhalb Jahren noch nicht ausgleichen können.“ Dank der Entlastungspakete von Bund und Land sei die große Insolvenzwelle zwar ausgeblieben, jedoch hätten viele Kleinstbetriebe ihre Tätigkeit aus Perspektivlosigkeit eingestellt.

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Lösungsansätze von der Politik gefordert

Der Arbeitgeberpräsident sieht auch langfristige Probleme auf das Land zukommen, da der Fachkräftemangel in vielen Branchen immer stärker zutage trete. „Der Verbraucher, der Gast, der Kunde, der Patient - sie alle können den Mangel und seine Folgen zunehmend tagtäglich wahrnehmen“, sagte Schwarz. Die Politik ist hier aus Sicht des Unternehmerverbands tragbare Lösungsansätze bisher schuldig geblieben, das Fachkräfteeinwanderungsgesetz bezeichnete der Verbandschef als unausgegoren. Schwarz steht jedoch hinter der von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) initiierten Fachkräftestrategie MV. Viele Verbände der Vereinigung arbeiteten an der Beschreibung von Lösungswegen aktiv mit.

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Als Ehrengast ist am Dienstagabend Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) eingeladen. Der Empfang musste aufgrund der Pandemie verschoben werden. Eigentlich war er für den Anfang des Jahres geplant.

Von Sebastian Schug

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