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RND-Kolumne „Der Haushälter“

Der Dax ist nicht genug: Warum Anleger sich Alternativen suchen sollten

Der deutsche Leitindex Dax ist bei vielen Anlegerinnen und Anlegern beliebt.

Mein erster Fonds war ein Dax-Fonds für meine vermögenswirksamen Leistungen. Als ich meine Anteile verkaufte, war ich zufrieden. Ich wusste allerdings nicht viel über die Alternativen. Und so geht es vielen.

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Großen Anteil daran haben die Börsenberichte in „Tagesschau“ und „Tagesthemen“, die den Dax seit Jahren in den Vordergrund stellen. Doch der deutsche Börsenindex ist nicht die beste Wahl für Ihr Geld.

Warum, das ist seit Kriegsausbruch in der Ukraine gut zu beobachten: Der Dax schwankte zwischen 14.600 und 12.800 Punkten. Dabei verlor er allein an drei Börsentagen über 8 Prozent, gewann sie am Tag darauf fast wieder zurück, nur um tags drauf wieder deutlich ins Minus zu drehen. Den Schlaf fördert das nicht gerade.

Das hat zwei Gründe: Der Dax bildet nur 40 Konzerne ab. Und nur deutsche.

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Unsere Wirtschaft aber ist durch die Energieimporte besonders mit Russland verwoben. Schon jetzt zeichnet sich dadurch eine längere hohe Inflation ab – und vermutlich ein Konjunktureinbruch. Jetzt nur deutsche Aktien zu halten, das ist, was Ökonomen ein „Klumpenrisiko“ nennen.

Wir Deutschen sind gebrannte Kinder, was Aktien anlangt: Viele erinnern sich noch mit Grausen an die „Volksaktie“ der Telekom.

Mein Tipp: Investieren Sie nicht nur in ein paar Firmen. Investieren Sie in die Wirtschaft. Am besten in die globale Wirtschaft. Dann gleichen sich die Einzelrisiken aus.

Die ausgewogenen Alternativen

Eine Variante ist ein Indexfonds auf den MSCI World. Das ist ein weltweiter Aktienindex, in dem 1600 Firmen aus 23 Industrieländern enthalten sind – auch die Dax-Werte. Er hat zwar ein US-Übergewicht, aber nur, weil dort die erfolgreichsten Konzerne sitzen.

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Der MSCI World ist erheblich ausgewogener als der Dax – und kam daher viel stabiler durch Krisen. Und machte deutlich mehr Rendite.

Investieren Sie nur Geld, auf das Sie lange verzichten können – über zehn bis fünfzehn Jahre sind Verluste unwahrscheinlich. Legen Sie einen Sparplan an und vergessen ihn gleich wieder. Dann schlafen Sie auch besser.

Matthias Urbach ist Vizechefredakteur des Geldratgebers „Finanztip“, der zur gleichnamigen Stiftung gehört. Er erklärt an dieser Stelle immer dienstags, wie man Gelddinge selbst regelt. Weitere Tipps gibt Urbach im wöchentlichen Verbraucher-Newsletter (finanztip.de/newsletter).

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